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DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH

Schauspiel von Tennessee Williams

Deutsch von Jörn van Dyck

Alle außer Big Mama wissen es, doch keiner will es Big Daddy sagen: Er hat Krebs und wird bald sterben. Zum 65. Geburtstag des Millionärs und Plantagenbesitzers ist die ganze Familie zusammengekommen. Sein ältester Sohn Gooper und dessen Frau Mae mit ihren fünf Kindern tun alles, um Big Daddy zu gefallen, schließlich gilt es, ein riesiges Erbe aufzuteilen. Doch der Vater liebt Brick, den jüngeren Sohn, der mit dem Tod seines Freundes Skipper nicht klar kommt. Niemand weiß, ob die beiden wirklich nur eine intensive Männerfreundschaft verband. Brick, mit sich und der Welt unzufrieden, trinkt. Das beharrliche Kämpfen seiner Frau Maggie um ihn und die bislang kinderlos gebliebene Ehe ist ihm scheinbar egal. Aber Maggie gibt nicht auf. Sie ist wie eine Katze, die so lange auf dem heißen Blechdach bleibt, bis ihr fast die Pfoten verglühen.

„Der Vogel, den ich im Netz dieses Stückes fangen möchte, ist nicht die Lösung eines psychologischen Problems eines Einzelnen. Ich möchte den Wahrheitsgehalt von Erlebnissen innerhalb einer Gruppe von Menschen darstellen, jenes flackernde, umwölkte, schwer zu fassende — aber fieberhaft mit Spannung geladene — Zusammenspiel lebendiger Wesen in der Gewitterwolke einer gemeinsamen Krise.“ (Tennessee Williams)

Die Vorstellung dauert ca 2 Stunden und 30 Minuten. Es gibt eine Pause.

Am 11.6.2010 findet eine Stückeinführung sowie ein Nachgespräch mit interessierten Zuschauern im Oberen Theaterfoyer mit der Dramaturgin Frau Nickel-Dönicke statt.

Besetzung

Regie Dariusch Yazdkhasti
Bühne Simeon Meier
Kostüme Katharina Kromminga

Margaret Verena Fitz
Brick Clemens Dönicke
Mae Nicole Averkamp
Big Mama Christel Leuner
Big Daddy Thomas Schneider
Dr. Baugh Olaf Weißenberg
Gooper Dietmar Nieder
Referent Tooker Friedrich Witte
Dixie, ein kleines Mädchen Stefan Leer

Pressestimmen

[…] Das gleichnamige Theaterstück aus dem Jahre 1955 – ein Klassiker der amerikanischen Dramenliteratur – hatte am Samstag eine mit viel Applaus aufgenommene Premiere im Theater am Domhof. […] Regisseur Dariusch Yazdkhasti lässt das Südstaaten-Melodrama in einem zeitlosen Ambiente spielen. […] Thomas Schneider ist einmal mehr der Garant für wundervolle Chrarakterisierungskunst, sein Big Daddy wird in Erinnerung bleiben. Ebenso wie die Big Mama der Christel Leuner. Herrlich, wie sie den Moment herausspielt, als sie die Wahrheit über Big Daddys Krankheit erfährt. Nicole Averkamp gibt der unsympathisch gezeichneten Mae tragische Konturen […] 30.3.2010, Westfälische Nachrichten

[…] Wenn Tennesse Williams vier Pfoten auf ein heißes Blechdach bringt, dann wird daraus “jenes schwer zu fassende aber fieberhaft mit Spannung geladene Zusammenspiel lebendiger Gewitterwolke”. Mit diesen Worten hat der 1911 im Bundesstaat Mississippi geborene Publitzer-Preisträger einmal die Thematik seiner Stücke umschrieben. Recht genau treffen sie auf die Inszenierung von Dariusch Yazdkhasti zu. Er setzt gemeinsam mit Simeon Meier (Bühne) und Katharina Kromminga (Kostüme) auf das Zusammenspiel der Darsteller, die ihre Konflikte auf mehreren familiären Ebenen austragen. […] Kreiszeitung, 27. April 2010

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