CHRISTINE CARADEC

Nach ihrem Master in Tanz an der Pariser Sorbonne (1991), graduierte die Französin Christine Caradec in Kinetographie am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse (1995). Sie arbeitet als Lehrerin für zeitgenössischen Tanz, als Choreografin, Performerin und Tanznotatorin. In diesen Funktionen wirkte sie an der Valérie Fratellini Horse Acrobatics School (Noailles), dem Centre National de Danse Contemporaine in Angers, am Institut d’Ètudes Politiques de Paris (in Zusammenarbeit mit Michel Archimbaud) und am Danse Conservatoire in Paris. 2011 choreografierte sie in Paris ATTENTION CORPS ÉTRANGERS für das Théâtre du Châtelet im Rahmen des Festivals Présence und Perform in situ am Conciergerie in Paris. Darüber hinaus arbeitete sie mit den Choreografen und Performance-Künstlern Aurélien Richard, Virginie Quigneaux, Sylvain Dufour, Marie Devillers und Frédéric Deslias/Cie Le Clair Obscur.

Ihr vornehmliches Interesse gilt dem Repertoire des modernen Tanzes in Deutschland, besonders den Werken, die zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg entstanden.

Anhand von Kinetogrammen (Tanznotationen) rekonstruierte sie  u. a. Choreografien wie GROSSSTADT von Kurt Jooss, DIE WELLE von Albrecht Knust, DER TITAN von Rudolf von Laban oder TOTENGELEIT von Rosalia Chladek.

Seit 1995 erstellte sie u.a. Tanz-Partituren (Kinetogramme) zu ICE von Carolyn Carlson, L'OISEAU DE FEU von Serge Lifar und, unterstützt vom Centre National de la Danse (CND), SEHNSUCHT von Karin Waehner (das sie auch rekonstruierte) und VISAGES DE FEMMES von Dominique Dupuy.

Seit 2015 ist Christine Caradec als Expertin Mitglied des International Council of Kinetography Laban. Als Kinetographin wirkte sie mit an der Rekonstruktion der TOTENTÄNZE I und II von Mary Wigman im Rahmen des Tanzabends DANSE MACABRE.

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