Jochen Biganzoli
Jochen Biganzoli, 1963 in Kaiserslautern geboren, ist seit 1999 als freier Regisseur für Musiktheater tätig. Er studierte Theater- und Musikwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und arbeitete als Regieassistent am badischen Staatstheater in Karlsruhe und am Bremer Theater u. a. mit Uwe Wand, Christoph Loy, Jürgen Gosch und Peter Konwitschny zusammen. Gleichzeitig unterrichtete er mehrere Jahre an der Hochschule für Künste in Bremen. Nach ersten eigenen Inszenierungen in Bremen – u. a. Wolfgang Rihms Kammeroper Jakob Lenz – war Jochen Biganzoli zunächst als Oberspielleiter und Musiktheater-Spartenleiter am Kleist Theater in Frankfurt/Oder tätig, wo er u. a. Don Giovanni, Werther und Rigoletto inszenierte. Als freier Regisseur war er seitdem an zahlreichen deutschen Theatern erfolgreich, u. a. mit prägenden Inszenierungen von Land des Lächelns, Luisa Miller, Rosenkavalier, Margarethe (Faust) und einer auf DVD aufgezeichneten La Bohème am Landestheater Eisenach sowie einer Produktion von Schuberts Winterreise in Kooperation mit der Bremer shakespeare company. In jüngster Zeit hat er u. a. Webbers Jesus Christ Superstar, Schumanns Genoveva und zuletzt an der Leipziger Oper Wagners Meistersinger inszeniert. Bei der Kritiker-Umfrage der Zeitschrift Opernwelt 2011 wurden seine beiden Inszenierungen Die Meistersinger von Nürnberg (Oper Leipzig) und Genoveva (Theater Plauen Zwickau) nominiert. In der Spielzeit 2011/12 inszeniert Jochen Biganzoli Hartmanns Simplicius Simplicissimus am Theater Osnabrück.

