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FLORIS VISSER

Floris Visser wurde 1983 in Amsterdam geboren und absolvierte seine Ausbildung zum Regisseur an der Theaterakademie Maastricht. Außerdem studierte er klassischen Gesang am Königlichen Konservatorium Den Haag. Dort wurde er schon während seines Studiums zum Dozenten für Dramaturgie ernannt und entwickelte in dieser Zeit seine eigene Methode zur Arbeit mit Opernsängern, die er bis heute verfolgt. Er betreute u.a. Willy Decker als Regieassistent an der niederländischen Oper und war dort verantwortlich für das Musikarrangement und die Regieführung von Musiktheaterstücken wie RUPERT EINE GESCHICHTE, LE GROUPE DE SIX, FAUST und HÄNDEL.

Als Regisseur inszenierte er Mozarts LE NOZZE DI FIGARO (anlässlich des Geburtstages der Königin Beatrix), Menottis THE TELEPHONE und Poulencs LA VOIX HUMAIN. Zudem hat er Händels AGRIPPINA am Königlichen Theater Den Haag und dem Teatro Communale Modena, Mozarts LA CLEMENZA DI TITO am Lucent Danstheater und dem Anghiari Festival, Rossinis IL SIGNOR BRUSCHINO am Concertgebouw Amsterdam und dem Konzerthaus Berlin und Bizets CARMEN in Delft inszeniert. 2011 adaptierte Floris Visser Viktor Jerofejevs Erzählung und Alfred Schnittkes Oper LEBEN MIT EINEM IDIOTEN anlässlich des 25-jährigen Bühnenjubiläums der niederländischen Oper. Zu Floris Vissers letzten Inszenierungen zählen u. a. eine Bühnenversion von Bachs MATTHÄUS PASSION, sowie eine Neuinszenierung von Glucks ORPHÉE ET EURYDICE, die vom Operamagazine als Oper des Jahres 2015 ausgezeichnet wurde und in der Presse als “magisch”, “tief bewegend” und “außergewöhnlich schön” beschrieben wurde. Seine Inszenierung des ZAUBERER VON OZ am Opernhaus Zürich 2016/17 wurde von den Kritiken als “ein Glücksfall” bezeichnet. Seinen jüngsten Erfolg feierte Visser mit Semele zur Eröffnung der Händelfestpiele in Karlsruhe im Frühjahr 2017, beschrieben als “überzeugende Produktion voll raffinierter, geistreicher Details”.

Floris Visser hat einen Lehrauftrag an der nationalen niederländischen Opernakademie und dem Konservatorium von Amsterdam und Den Haag und wurde als jüngster Absolvent überhaupt zum Professor für Kulturwissenschaft an der Delft University of Technology ernannt. Außerdem wurde er als erster niederländischer Regisseur an der Bolschoi Oper in Moskau engagiert, an der er Mozarts COSI FAN TUTTE inszenierte. Die Produktion erhielt fünf Nominierungen für die Goldene Maske, Russlands renommiertesten Theaterpreis. Floris Visser hat 2013 von der „Prince Bernard Culture Foundation“ den Charlotte Köhler Preis erhalten.

Der junge Regisseur ist erst kürzlich zum Intendanten der Opera Trionfo ernannt worden und gilt als eines der größten Talente der jungen Generation von Opernintendanten. Bei der Opera Trionfo rief er ein Projekt ins Leben, das in Kooperation mit der niederländischen National Opera und dem Asko|Schoenberg Ensemble eine Serie neu komponierter Opern unter dem Titel SIGN OF THE TIME auf die Bühne bringt. Die erste Episode FORTRESS EUROPEwar ein durchschlagender Erfolg.

In Osnabrück inszenierte Visser bereits mit großem Erfolg Brittens OWEN WINGRAVE und Puccinis LA BOHÈME. In der Spielzeit 2017/18 kehrt er erneut ans Theater Osnabrück zurück, um die Opernraritat ANTIGONA von Tommaso Traetta auf die Bühne zu bringen.

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