Osnabrücker Symphonieorchester

Hotz_Andreas_360x480Eindrücklicher hätte ich mir unsere erste gemeinsame Spielzeit nicht wünschen können! Gustav Mahlers 6. Sinfonie bleibt mir in ähnlich unvergesslicher Erinnerung wie die Erfahrung aus unserer Reise nach Wolgograd, dass Musik als einzige universelle Sprache selbst vor den Grenzen von Staaten keinen Halt macht. Wie der Anfang, so das Ende ist das erste Sinfoniekonzert der neuen Saison nach Hieronymus betitelt und schlägt in der Umkehrung den Bogen zur vergangenen: So, wie wir mit Beethovens 9. Sinfonie auf dem Domvorplatz enden, beginnen und knüpfen wir mit der aufregenden Rekonstruktion seiner 10. Sinfonie an, dann in der wiedereröffneten OsnabrückHalle. In Arnold Schönbergs Gedenkrede auf Mahler heißt es: „Die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort!“ Diesem unheimlichen Reiz und rätselhaften Mythos letzter Werke geben wir uns gleich mehrfach hin, mit Mozarts Jupiter-Sinfonie ebenso wie mit Tschaikowskijs Pathetique und nicht zuletzt mit einem Werk, das dem Andenken des genialen Rossini gewidmet ist und selbst legendäre Berühmtheit erlangte: Verdis Requiem. Welche Inspiration Mythen und Macht auf Komponisten aller Epochen ausübten, können Sie in Schostakowitschs 6. Sinfonie, Beethovens Egmont und Coriolan, Wagners Rienzi oder in der bezaubernden französischen Barocksuite Scylla et Glaucus von Jean-Marie Leclair erleben. Ausgehend von historischen Spieltraditionen setzen wir die Reihe unserer Schlosskonzerte fort und widmen uns dem Apoll des Komponistenhimmels unter dem Titel Mozart aufgeklart. An vorderster Stelle unserer musikalischen Arbeit aber stehen die Kinder und Jugendlichen! Umso dankbarer bin ich, dass unsere ersten Purzel- und Strolchkonzerte dem Ansturm unseres jungen Publikums kaum standhalten, wir diese Konzertreihe für die Allerkleinsten nun ausbauen wollen und zudem mit einem Jugendkonzert ein neues Cross-Over Format starten. Lassen Sie sich alle, gleich welchen Alters, von dieser universellen Sprache der Musik ansprechen, berühren und begeistern!


Herzlichst, Ihr Andreas Hotz
Generalmusikdirektor