
Osnabrücker Symphonieorchester
Vielfalt könnte als Motto über der neuen Saison stehen, denn wir können Ihnen neben Klassikern wie der 2. Sinfonie von Johannes Brahms und Sinfonien von Mozart, Beethoven und Dvořák auch seltener gespielte Romantiker wie Reger und Liszt und wegweisende Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Hartmann, Hindemith und Schönberg präsentieren. Dazu in unserem Konzert Wer hat Angst vor Neuer Musik? aber auch Brandneues wie das Violinkonzert Bull‘s Eye mit unserem Konzertmeister Michal Majersky oder die Lichtstudie 1 von Jörg Widmann. Zweck dieses von mir moderierten Konzertes ist allerdings nicht, Sie das Fürchten zu lehren, sondern im Gegenteil Ihnen vor Ohren zu führen, wie wunderbar und anregend auch Neue Musik sein kann. Zu diesem Ohrenkitzel lade ich Sie ganz herzlich ein, auch, da ich mich mit diesem Konzert von Ihnen verabschieden werde. Eine für mich wunderbare, erfüllte Zeit wird dann zu Ende gehen, aber da jedes Ende bekanntlich gleichzeitig ein neuer Anfang ist, können Sie in den ersten zwei Konzerten neben international renommierten Solisten wie Martin Helmchen und Gabriel Schwabe, die wir erstmals ganz herzlich in Osnabrück begrüßen, auch den Bewerbern für die GMD-Position zuschauen und -hören. Stilistische Vielfalt ist auch in Hannover, beim Abschlusskonzert der Niedersächsischen Musiktage zu erleben, wenn das Osnabrücker Symphonieorchester auf das Nils Landgren-Quartett trifft, und natürlich mit Telemanns Oper Sieg der Schönheit zum Saisonausklang. Ich freue mich auf die erste Saison mit dem neuen Intendanten Ralf Waldschmidt, möchte mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung in den letzten acht Jahren bedanken und hoffe, Ihnen allen in dieser Spielzeit noch oft zu begegnen. Mein besonderer Dank aber gilt dem fantastischen, vielfarbigen, wunderbaren Osnabrücker Symphonieorchester, das mir so tiefe musikalische Erlebnisse ermöglicht hat!
Ihr Hermann Bäumer
Generalmusikdirektor
