BEETHOVEN IN STALINGRAD

Der Film zur Wolgogradreise des Osnabrücker Symphonieorchesters

Wolgograd__Fahnen-Mamajew_Ralf Döring.jpgDie Filmemacher Claudia und Günter Wallbrecht begleiteten das Osnabrücker Symphonieorchester auf der Reise nach Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, um gemeinsam mit dem Wolgograder Symphonischen Akademischen Orchester des 70. Jahrestages des Endes der Schlacht von Stalingrad und der Opfer des Krieges zu gedenken. Der dabei entstandene Film „Beethoven in Stalingrad“ ist an der Theaterkasse erhältlich.
Preis: 12 Euro

Bürgermedaille für Christian Heinecke

bürgermedaille_360x240.jpgChristian Heinecke, Violinist im Osnabrücker Symphonieorchester und Orchestervorstand, wurde am 3. Dezember 2013 von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Friedenssaal des historischen Rathauses mit der Bürgermedaille der Stadt Osnabrück geehrt.

Griesert würdigte Heinecke vor allem wegen seines Engagements für die Brücken bauende Orchesterreise Anfang des Jahres nach Wolgograd: "Ihr Wunsch an Orten des historischen und politischen Schreckens des 20. Jahrhunderts mit Musik Perspektiven für die Zukunft zu schaffen und ein Bekenntnis zum Frieden abzulegen, war der Grundstein dieses Projektes. Dieser Ort der Mensch gewordenen Unmenschlichkeit wird auf immer mit den Verbrechen verbunden bleiben, die im Namen Deutschlands verübt worden sind. Vor diesem Hintergrund haben die Osnabrücker Symphoniker wahrlich ein historisches Zeichen gesetzt: als erstes deutsches Orchester haben sie nach dem Zweiten Weltkrieg in Wolgograd gespielt. Und dafür hat die Musik das Ziel vorgegeben und Sie, lieber Herr Heinecke haben den Weg geebnet: Sie haben die ersten Kontakte geknüpft, haben die Organisation übernommen, das Programm gestaltet."

Das Osnabrücker Symphonieorchester in Wolgograd

Hotz Heinecke Zimmermann_240x360Im Februar 1943 scheiterte nach monatelangen Einnahmeversuchen und schwersten Kämpfen Hitlers Russlandfeldzug an der Stadt Stalingrad. Diese Stadt wurde durch die enorme Anzahl von insgesamt über 700 000 Toten auf beiden Seiten zum Synonym für die Unsäglichkeit, das Leid und die Grausamkeit von Kriegen. Noch heute ist diese Zeit in Wolgograd, wie die Stadt seit 1961 heißt, präsent. Jedes Jahr werden bis zu 7000 Leichen geborgen, Russen und Deutsche, Soldaten und Zivilisten. Die Stadt lebt mit dieser Erinnerung – und mit dem Willen zur Versöhnung. Im Februar 2013 reiste das Osnabrücker Symphonieorchester als erstes deutsches Orchester anlässlich des 70. Jahrestages des Endes dieses Grauens nach Wolgograd, um in einem großen Gedenkkonzert gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Wolgograd Beethovens Sinfonie Nr. 9 aufzuführen. Auf Wunsch der Wolgograder Philharmoniker gab es darüber hinaus ein Konzert des Osnabrücker Symphonieorchesters gemeinsam mit Tabea Zimmermann sowie auf Einladung der evangelischen Gemeinde von Sarepta ein weiteres Konzert mit Werken von Schubert und Haydn.