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Osnabrücker Symphonieorchester

Das Osnabrücker Symphonieorchester wurde im Jahre 1919 gegründet - in einer Zeit, die geprägt war von hoher Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise. Die Gründung erfolgte auf Beschluss des Magistrats der Stadt Osnabrück und muss vor dem Hintergrund jener Nachkriegsjahre zweifelsfrei als wegweisend gewertet werden. Bis auf eine dreijährige Unterbrechung nach einem Bombenangriff im März 1944, sorgte und sorgt das Osnabrücker Symphonieorchester seither für ein reges Musikleben in der Stadt und Region. In der so reichen deutschen Orchesterlandschaft kann es sich als ein qualifizierter Klangkörper behaupten, dessen Engagement und Professionalität von Solisten wie auch Dirigenten hoch geschätzt wird. Zu seinen Gästen zählten in den letzten Jahren u. a. Midori, Kolja Blacher und Baiba Skride, Lars Vogt, Reinhard Goebel, Jan Vogler, Albrecht Mayer, Rabih Abou-Khalil und Anja Silja - um nur einige Künstler zu nennen.Nach der Berufung von Hermann Bäumer zum neuen Generalmusikdirektor in der Spielzeit 2003/2004, beschloss der Rat der Stadt Osnabrück 2004 in Anerkennung der besonderen Leistung der Osnabrücker Symphoniker, das Orchester mit Beginn der Spielzeit 2004/05 in den Status eines B-Orchester gem. des Tarifvertrages für Kulturorchester (TVK) zu erheben.Weltweite Beachtung und Wertschätzung fanden im August 2007 zwei Konzerte der Osnabrücker Symphoniker in Teheran: Nach 30 Jahren war es das erste Gastspiel eines westlichen Orchester, das wieder zu dieser Art Kulturaustausch zugelassen worden war. Unmittelbar mit der Arbeit des Osnabrücker Symphonieorchester verbunden ist der „Osnabrücker Musikpreis“ - (bis 2004 „Wilhelm-Weichsler-Musikpreis der Stadt Osnabrück“), der seit 1995 alljährlich im Rahmen des ARD-Musikwettbewerbes verliehen wird. Dieser Preis wurde zunächst durch die Deutsche Bank Private Wealth Management ermöglicht, seit 2011 durch die Werner-Egerland-Stiftung. Dokumentiert wird die Arbeit des Osnabrücker Symphonieorchester durch eine Reihe von CD-Aufnahmen, wie z. B. die Ersteinspielung der Sinfonien Von Josef Bohuslav Foerster, deren erster Teil 2009 mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde, oder die Gesamteinspielung von Charles Gounods La Nonne sanglante. Zudem sendete DeutschlandRadio Kultur im Juli 2009 einen Livemitschnitt von Mario Wiegands Oper Operette, einer Auftragskomposition des Theaters Osnabrück, die am 7. März 2009 unter der Leitung von Hermann Bäumer zur Uraufführung gelangte und zur „Uraufführung des Jahres 2009“ gewählt worden ist.