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MEDEA2

DOIS MUNDOS, UMA NARRAÇÃO / Uraufführung

Nach Texten mosambikanischer und europäischer Autor*innen / Ein Projekt von Manuela Soeiro, Dominique Schnizer und Jens Peters / Koproduktion mit dem Teatro Avenida, Mosambik und dem Goethe-Institut (Internationaler Koproduktionsfonds)

Zwei Welten, eine Erzählung und eine Frau mittendrin: Ist sie Göttin oder Kindsmörderin, Einheimische oder Barbarin? Die Gestalt der Medea ist eine der zentralen Mythen des weiblichen, an dem sich die Wandlung vom Matriarchat zum Patriarchat exemplarisch vollzieht. Mit einem gemischten Ensemble von professionellen Schauspieler*innen sowie je einem Musiker aus Osnabrück und Maputo, Mosambik, wollen wir erkunden, was diese fremde Frau, Exotin und scheinbare Bedrohung, den Menschen in Deutschland und Mosambik heute zu sagen hat und was diese Assoziationen auch über die Beziehung zwischen Europa und Afrika insgesamt verraten können.


Die schwarze Medea in Deutschland trifft auf ihr Spiegelbild – die weiße Medea in Mosambik – und wird so mit den Parallelen und Unterschieden ihrer jeweiligen Situation konfrontiert. Wie sehen unterschiedliche Formen des Fremdseins aus? Was können beide Seiten durch diese Spiegelung auch über sich selbst erfahren? Grundlage der gemeinsamen Arbeit sind die unterschiedlichen Texte, die im Laufe der langen Geschichte dieses Mythos’ dazu entstanden sind, von mosambikanischen Autor*innen wie Mia Couto und Paulina Chiziane, aber auch von europäischen Autor*innen wie Euripides bis Heiner Müller und Christa Wolf.


Ergänzt werden sie durch Recherchen zu Rolle und Erfahrungswelt von Frauen und zur Entwicklung der Frauenbewegung in den Gesellschaften in Deutschland und Mosambik – angefangen mit den ganz persönlichen Erfahrungen der beteiligten Künstler*innen.


Der Projektpartner, das Teatro Avenida aus Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, ist als erstes professionelles Theater des Landes gegründet worden und konnte sich so prominenter Unterstützung wie der des weltweit bekannten Autors Henning Mankell versichern. Den Leitenden Schauspielregisseur Dominique Schnizer und die Leiterin des Teatro Avenidas, Manuela Soeiro, verbindet eine lange und intensive Arbeitsbeziehung, die sie in diesem Projekt weiterführen werden.

BESETZUNG

Inszenierung Dominique Schnizer
Bühne, Kostüme Christin Treunert
Dramaturgie Jens Peters
Künstlerische Projektleitung Mosambik Manuela Soeiro

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