EVITA

EVITA

Musical von Andrew Lloyd Webber


Buch und Songtexte von Tim Rice

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Argentinien, 1934: Eva, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, folgt dem Tangosänger Magaldi aus der Provinz nach Buenos Aires, wo sie es unter dem Namen „Evita“ zur Sängerin und zum Filmsternchen bringt. In Gestalt des Oberst Juan Perón trifft die ehrgeizige Aufsteigerin auf einen Wahlverwandten: Während Perón, fasziniert von Hitler und Mussolini, seine politische Macht ausbaut, mobilisiert Evita das einfache Volk im von Armut und Korruption zerrissenen Argentinien. Als neue First Lady des Landes setzt sie auf eine Mischung aus barmherziger Nächstenliebe, faschistoider Prunksucht, sozialistischer Gerechtigkeit und viel Haute Couture. Doch auf den rasanten Aufstieg folgt der tiefe Fall: Nicht nur im Ausland, auch in der Highsociety Argentiniens bleibt Evita höchst umstritten. Bereits schwer an Krebs erkrankt, will sie dennoch als Vizepräsidentin kandidieren. Bevor es dazu kommt, stirbt sie, vom Volk als Heilige verehrt. 21 Jahre nach dem Tod Eva Peróns entdeckte Tim Rice in der schillernden Biografie der argentinischen Präsidentengattin den Stoff für ein neues Musical. Es entstand eine geniale Mischung aus Aschenputtel-Märchen, Polit-Revue, Broadway und ein wenig Brecht, denn das widersprüchliche Wirken der Diva kommentiert kein Geringerer als Ché Guevara, auch wenn der in Wirklichkeit wohl niemals den Weg Eva Peróns kreuzte. Andrew Lloyd Webber komponierte die Musik zu diesem grandiosen Pop-Musical, das mit dem Song Don’t cry for me, Argentina zum Welthit wurde.

Fotos: Jörg Landsberg

Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunde 45 Minuten, eine Pause


Medien

Besetzung

Musikalische Leitung An-Hoon Song / Adrian Pavlov
Inszenierung/Bühne Marcel Keller
Kostüme Werner Fritz
Choreografie Jacqueline Davenport
Choreinstudierung Markus Lafleur
Dramaturgie Daniela Brendel

Eva Duarte, später Perón, genannt Evita Ulrike Barz / Susann Vent
Che Guevara Mark Hamman / Oliver Meskendahl
Juan Perón Jan Friedrich Eggers / Alexander di Capri
Augustín Magaldi Hans-Hermann Ehrich / Mark Hamman
Mistress / Peróns Geliebte Marie-Christine Haase

Chor und Kinderchor des Theaters Osnabrück
Dance Company
Osnabrücker Symphonieorchester
Statisterie

Pressestimmen

„[…] Es sind die Kleinigkeiten, die Details, die in Kellers Inszenierung zu entdecken sind. Auch beim Bühnenbild leistet er sich keine Ausrutscher. […] Die Kostüme von Werner Fritz wirken dazu zeitgemäß und unterstützen die Handlung somit sehr passabel. Und auch die Besetzung kann sich […] durchaus sehen lassen. Allen voran vermag Ulrike Barz in der Titelrolle zu begeistern. […] Schauspielerisch glänzt Barz mit Authentizität, starker Bühnenpräsenz sowie großartiger Mimik und Gestik. Doch auch gesanglich lässt sie nichts zu wünschen übrig. Mit ihrem glockenklaren Sopran lässt sie selbst den viel zu oft gehörten Gassenhauer Don’t cry for me Argentina zu einem echten Höhepunkt der Show werden […]. Die beiden Männer an ihrer Seite, und als Bühnenpartner ihr absolut ebenbürtig, sind Jan Friedrich Eggers als Perón und Mark Hamman als Ché. Eggers singt nicht nur sehr solide, sondern ist auch schauspielerisch überzeugend, weil er den argentinischen Präsidenten einerseits mit Härte gibt, ihn andererseits aber auch sympathisch erscheinen lässt. […] Die weitaus dankbarere Rolle spielt Mark Hammann als Ché. Er führt wie eine Art Erzähler durch die Handlung, kommentiert zynisch und versteht es, das Publikum durch sein extrovertiertes Spiel zu packen. Songs wie A new Argentina oder And the Money kept rolling in interpretiert er mit seiner angenehm volltönenden Stimme äußerst schmissig, bei der Ballade High flying, adored transportieren seine Stimmbänder dagegen viel Gefühl. Die Entdeckung dieser Inszenierung ist jedoch Marie-Christine Haase als Mistress, die trotz ihrer kleinen Rolle und ihrer ebenso kleinen Szene positiv in Erinnerung bleibt, weil sie mit ihrer makellosen Stimme eine wunderbar gefühlvolle Interpretation des Songs Another Suitcase in another Hall abliefert. Zu Recht wird sie dafür vom Publikum mit lautstarkem Applaus bedacht. Doch auch die Ballettkompanie des Hauses erntet starken Applaus für ihre Leistungen (Choreografie: Jacqueline Davenport). Im Orchestergraben sorgen die Osnabrücker Symphoniker unter der Leitung von An-Hoon Song, der seine Musiker mit viel Drive durch die anspruchsvolle Partitur von Andrew Lloyd Webber führt, für einen wohlklingenden satten Sound. Insgesamt also eine durchweg gelungene Sache, diese Evita in Osnabrück.“
thatsMusical, 13.5.2013

„Mit Andrew Lloyd Webbers Evita verbindet das Theater am Domhof seinen Fokus auf politische Konflikte mit Unterhaltungsanspruch. Im Gedächtnis bleiben dabei vor allem die Nebenfiguren – allen voran ein entfesselter Oliver Meskendahl in der Rolle Che Guevaras. […] Das Osnabrücker Symphonieorchester, ergänzt um die Instrumente einer Rock- oder auch Big Band, wird von An-Hoon Song sicher durch das bunt zusammengewürfelte Stil-Pasticcio geleitet. Die Inszenierung (Marcel Keller) besticht durch einen rasanten Wechsel der teilweise opulenten Bühnenbilder, die buchstäblich in Sekundenschnelle aufeinander folgen. Oft ist die Bühne dabei ebenso bunt wie die Kostüme (Werner Fritz), die Dance Company (Choreografie: Jacqueline Davenport) sorgt für ordentlich Leben. Das passt gut zum hohen Tempo, mit dem die Geschichte von Evita Perón erzählt wird. […]“
Neue Osnabrücker Zeitung, 29.4.2013

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