4. SINFONIEKONZERT
Es ist die Freiheit, auf die es ankommt
Osnabrücker Musikpreis
Jean-Philippe Rameau Suite d’ orchestre aus Les Boréades
W. A. Mozart Ah, lo previdi Konzertarie für Sopran und Orchester KV 272
C. M. v. Weber Concertino Es-Dur op. 26 für Klarinette und Orchester
Franz Schubert Der Hirte auf dem Felsen
Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107, Reformationssinfonie
Der Freiheitsgedanke als zentrales Anliegen, nicht zuletzt im Kontext von Religion, zeigt sich sowohl in Jean Philippe Rameaus Oper Les Boréades als auch in Felix Mendelssohn Bartholdys Reformationssinfonie. Mendelssohn Bartholdy schrieb sie anlässlich der 300-Jahrfeier der Augsburger Konfession. Aufgrund der politischen Unruhen kam es zwar in diesem Rahmen nicht zur Uraufführung, Mendelssohn schuf damit jedoch ein eindrückliches musikalisches Bekenntnis zum Protestantismus. Einer jüdischen Familie entstammend, wurde Mendelssohn bereits mit sieben Jahren getauft und lieferte in seinen Kompositionen immer wieder Beweise des Zugehörigkeitsgefühls zu seinem angenommenen Glauben. Neben den großen Oratorien Paulus und Elias zeigt es sich am deutlichsten in der Reformationssinfonie mit den musikalischen Zitaten des „Dresdner Amens“, das später auch in Wagners Parsifal als Gralsmotiv Eingang fand und des Luther-Chorals Ein’ feste Burg ist unser Gott. Les Boréades – zu Lebzeiten Rameaus nicht aufgeführt – erzählt von der Königin Alphise, die aus Liebe zu dem Priester Abaris auf ihr Amt verzichtet, um nicht dem Zwang zu unterliegen, einen Sohn des Nordwindgottes Boreas heiraten zu müssen. „Es ist die Freiheit, auf die es ankommt“ wird bereits 40 Jahre vor der Französischen Revolution zum Leitmotiv der Alphise.
Besetzung
Dirigent Andreas Hotz
Solistinnen
Annelien van Wauwe, Klarinette
Sumi Hwang, Gesang
Preisträgerinnen des Osnabrücker Musikpreises, ermöglicht durch die Werner-Egerland-Stiftung





