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Achtung! Die Zusatzvorstellung am 17. April 2017 beginnt bereits um 17 Uhr.

DIE LUSTIGE WITWE

Franz Lehár

Operette in drei Akten von Victor Leon und Leo Stein

Pontevedro ist pleite. Die letzten Millionen im Staat sind im Besitz Hanna Glawaris und drohen, auch noch verlustig zu gehen. Denn Hanna plant, ihren Witwenstand außer Landes, in Paris, zu beenden. So ergeht an die pontevedrinische Gesandtschaft in Frankreichs Kapitale der höchststaatliche Auftrag, Hanna Glawaris Suche nach einem Ehegemahl in Richtung eines Landsmannes zu lenken. Die Wahl des Botschafters Baron Zeta fällt auf seinen Attaché Graf Danilo Danilowitsch, der sich zwar nicht durch besondere Verdienste auszeichnet, dafür aber Junggeselle ist. Als Danilo in der Witwe seine Jugendliebe wiedererkennt, tritt er sofort von seinem Auftrag zurück. Doch zeigt er auch ein für seine Verhältnisse ungewohntes Engagement – in dem Bemühen, andere Bewerber schnellstens aus der Schusslinie zu bringen. Kann so das Vaterland gerettet werden? Franz Lehár lernte das Kompositionshandwerk unter anderem bei Antonín Dvořák, die musikalische Praxis als Theatergeiger und als Militärkapellmeister. Aus dieser einmaligen Verbindung gingen so wunderbare Werke wie DER GRAF VON LUXEMBURG oder DAS LAND DES LÄCHELNS hervor. DIE LUSTIGE WITWE entstand nach einem französischen Lustspiel des Offenbach-Librettisten Henri Meilhac. Französische Frivolität und slawische Melancholie ergaben die richtige Mischung, die Franz Lehár mit der Uraufführung der Witwe am vorletzten Tag des Jahres 1905 am Theater an der Wien zu Weltruhm verhalf.


Andrea Schwalbach ist am Theater Osnabrück als Regisseurin zeitgenössischen Musiktheaters bekannt, doch auch die Operette nimmt einen wichtigen Platz im Repertoire der vielseitigen Regisseurin ein. Mit Daniel Inbal als 1. Kapellmeister steht ihr ein Spezialist dieses musikalischen Fachs zur Seite.


Fotos: Marek Kruszewski


Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunde, 30 Minuten – eine Pause.


 

BESETZUNG

Musikalische Leitung Daniel Inbal
Inszenierung Andrea Schwalbach
Bühne Nanette Zimmermann
Kostüme Nora Johanna Gromer
Choreographie Kyle Patrick
C
horeinstudierung Markus Lafleur
Dramaturgie Ulrike Schumann

Baron Mirko Zeta, pontevedrinischer Gesandter in Paris Mark Hamman
Valencienne, seine Frau Erika Simons (3., 16., 31. [19 Uhr] 12./Gabriella Guilfoil (6., 9., 21. 31. [15 Uhr] 12.)
Graf Danilo Danilowitsch, Gesandtschaftssekretär Jan Friedrich Eggers
Hanna Glawari Susann Vent-Wunderlich
Camille de Rosillon Daniel Wagner
Njegus, Kanzlist bei der pontevedrinischen Gesellschaft Genadijus Bergorulko
Vicomte Cascada Silvio Heil
Raoul de St. Brioche Stefan Kreimer
Bogdanowitsch, pontevedrinischer Konsul Ulrich Enbergs
Sylviane, seine Frau Heike Hollenberg
Kromow, pontevedrinischer Gesandtschaftsrat Marcin Tlałka
Olga, seine Frau Elena Soares da Cruz
Grisetten Marit Loick, Karina Kettenis, Romina Markmann, Myriam Küppers, Sara Taimouri, Jasmin Reif/Jacqueline Smit

Osnabrücker Symphonieorchester
Opernchor des Theaters Osnabrück

PRESSESTIMMEN

„So geht Operette: Regisseurin Andrea Schwalbach und Dirigent Daniel Inbal nehmen die ‚Lustige Witwe' von Franz Lehár ernst und bringen die Operette mit Lust und Liebe auf die Bühne. […] Sie [Andrea Schwalbach] erzählt das Stück am Theater Osnabrück mit Sinn für überdrehte Komik, ohne die Geschichte oder gar die Figuren aus dem Blick zu verlieren.  […] Am Pult setzt Inbal das turbulente Spiel in Gang, sorgt für schlanke und drahtige Eleganz, für Operettenschmiss und quirliges Leben. Aber auch die ernsten Momente arbeitet er schön heraus, allen voran der in genialer Traurigkeit schwebende Walzer ‚Lippen schweigen‘. So macht Operette Spaß.“ Ralf Döring, Neue Osnabrücker Zeitung, 26.11.2016

„Der Stoff wird in der Regie von Andrea Schwalbach mit ungeheurer Leichtigkeit, augenzwinkerndem Ernst und pointierter Anarchie vom Äppelwoi-Charme befreit, der ihn früher umnebelte. So ist Operette ein Feuerwerk, das quasi jede Aufführung zum Silvester-Vergnügen macht. Eine von A bis Z stimmige Ensemble-Leistung, Chor, Orchester, Grisetten – Opulenz, höchste Töne und scharfe Bilder, die man gesehen haben muss!“ Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 30.11.2016

„Ganz im Sinne Lehárs bejammert Andrea Schwalbach nicht den Verfall der Sitten, sondern feiert mit dem Liebespaar in den bunten Kostümen Nora Johanna Gromers turbulent die neuen Chancen, die sich daraus ergeben. Entsprechend geht Daniel Inbal mit dem Osnabrücker Symphonieorchester die Operette mehr preußisch flott als wienerisch schwelgend an. Die Ohrwürmer vom schmissigen ‚Jetzt gehen wir zum Maxim‘ bis zum seelenvollen ‚Lippen schweigen‘ zelebriert er mitreißend.“ Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 7.12.2016

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