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MANON LESCAUT

Giacomo Puccini

Hin- und hergerissen zwischen der großen romantischen Liebe und einem luxuriösen Leben treibt Manon Lescaut sukzessive einem Abgrund entgegen. Die Reize des Komforts im Haus des älteren und gesellschaftlich hoch angesehenen Geronte de Ravoir konkurrieren mit der aufrichtigen Liebe des Studenten Renato Des Grieux. Manon wird Gerontes Geliebte, sehnt sich jedoch bald wieder nach Des Grieux. Als sie Geronte verlässt und den ihr geschenkten Schmuck mitnimmt, lässt dieser Manon wegen Diebstahls verhaften. Die Verurteilte wird nach Amerika ausgewiesen. Doch auch dort gelingt es ihr nicht, an der Seite Des Grieux’, der erzwingen konnte, Manon zu begleiten, ein unbelastetes, glückliches Leben aufzubauen. Manons Sucht nach Glanz zieht auch Des Grieux mit ins Unglück und lässt ihn zum Verbrecher werden. Abermals müssen beide fliehen. In der wilden Einsamkeit der Wüste stirbt die kranke Manon elend in den Armen Des Grieux’, dessen unerschütterliche Liebe der einzige Besitz ist, der ihr bis zum Ende blieb.


Acht Textdichter, einschließlich des Komponisten selbst und seines Verlegers Ricordi, waren an der Entstehung des Librettos auf Grundlage des 1731 erschienenen Romans des Abbé Prévost beteiligt. Doch die teilweise zermürbende Arbeit hatte sich gelohnt: Die Uraufführung am 1. Februar 1893 in Turin wurde ein großer Erfolg und markierte Giacomo Puccinis lang ersehnten internationalen Durchbruch als Opernkomponist.


Der englische Regisseur Walter Sutcliffe ist mit einem breitgefächerten Repertoire auf vielen Opernbühnen weltweit vertreten. In Osnabrück ist besonders seine Inszenierung von DON GIOVANNI noch in guter Erinnerung.


Nach dem großen Erfolg mit LA BOHÈME wird Generalmusikdirektor Andreas Hotz nun ein weiteres Werk des beliebten Komponisten Giacomo Puccini zur Aufführung bringen.


Fotos: Jörg Landsberg


Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunden, 30 Minuten, eine Pause.


 

BESETZUNG

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Walter Sutcliffe  
Bühne und Kostüme Okarina Peter, Timo Dentler
Choreinstudierung Markus Lafleur
Video Siegfried Köhn
Dramaturgie
 Ulrike Schumann

Manon Lescaut Lina Liu
Lescaut, Sergeant Rhys Jenkins
Renato Des Grieux, Student Jeffrey Hartman
Geronte de Ravoir, Steuerpächter José Gallisa
Edmondo, Student Daniel Wagner
Wirt, Kapitän, Friseur, Tanzlehrer Genadijus Bergorulko
Tanzlehrer, Lampenanzünder Mark Hamman
Sergeant (Polizei) Jan Friedrich Eggers
Ein Musiker Gabriella Guilfoil

Opernchor und Extrachor des Theaters Osnabrück
Statisterie des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester

PRESSESTIMMEN

„Die Premiere von MANON LESCAUT ist ein Triumph für Lina Liu, das Osnabrücker Symphonieorchester und das Ensemble der Produktion. […] Mit perfekt kontrollierter, strahlend klarer, durchsetzungsfähiger Stimme, dabei weich und ganz ohne Schärfe, mit feinem, meist sehr maßvollem Vibrato und ungemein wandelbar im Ausdruck lässt ihre [Lina Lius] Darbietung schlicht keine Wünsche offen. […] Unter der Leitung seines Chefs Andreas Hotz schwelgt und säuselt, turtelt und tobt das Osnabrücker Symphonieorchester lebhaft aus dem Orchestergraben, und zwar immer genau auf den Punkt.  […] Chor und Extrachor (Markus Lafleur) erweisen sich als äußerst schlagkräftiges Ensemble, im dritten Akt wörtlich, ansonsten im übertragenen Sinne zu verstehen. Schließlich sorgt fast das gesamte Osnabrücker Solistenensemble dafür, dass auch mittlere (José Galisa als Geronte, Rhys Jenkins als Lescaut) und kleine Rollen (Wagner, Bergorulko, Hamman, Eggers, Guilfoil) sehr gut besetzt sind.“ Jan Kampmeier, Neue Osnabrücker Zeitung, 16.1.2017

„Vor allem Lina Liu als Manon erreicht mit ihrem klaren, sehr wandelbaren Sopran die Herzen. Weich zeichnet sie anfangs Manon als schüchternes Mädchen mit biederem Häubchen und Puffärmel-Kleidchen (Bühne und Kostüme: Okarina Peter und Timo Dentler), das sich aus Liebe mit dem Studenten Des Grieux (Jeffrey Hartman) einlässt. Härter und kälter ist sie dann als die Geliebte des reichen Steuerpächters Geronte (José Gallisa), ergreifend im Sterben. Mit seinem kräftigen, auch in forcierteren Passagen noch warm klingenden Tenor passt Jeffrey Hartman gut zu Lina Liu. […] MANON LESCAUT ist ein lohnendes Opernerlebnis. […] Ovationen galten zum einen dem Gesang von Lina Liu, Jeffrey Hartmann, dem eindrucksvollen, von Markus Lafleur einstudierten Chor und dem bis in die kleinen Rollen ausgewogen gut besetzten Ensemble. Zum andern Andreas Hotz, der mit seinem Osnabrücker Symphonieorchester der farbenreichen Partitur, den differenziert wechselnden, immer heftigen Emotionen und damit der Oper gegen die Regie zu ihrem Recht verhalf.“ Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 17.1.2017

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