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DON QUIJOTE

Miguel de Cervantes

In einer Bearbeitung von Rebekka Kricheldorf / Uraufführung

Lesen bildet zwar, hat aber auch gefährliche Nebenwirkungen. Zumindest für den braven Herrn Alfons, der eindeutig zu viele Ritterromane gelesen hat: Kurzerhand nennt er sich Don Quijote und zieht mit seinem klapprigen Gaul Rosinante und seinem zunächst wenig enthusiastischen Knappen Sancho Pansa in die Welt, um echte Abenteuer zu bestehen. Die geraten so brutal wie haarsträubend – und selbstredend erfolglos. Doch weder gutes Zureden noch eine spektakuläre Bücherverbrennung seitens seines Hausstandes können den selbsternannten Ritter kurieren – während der arme Sancho Pansa unter dem Einfluss seines Herrn in zunehmende Verwirrung gerät. Ein Buch über die bestandenen Abenteuer führt darüber hinaus  dazu, dass immer mehr begeisterte Leser bereit sind, das Spiel mitzuspielen. Gibt es noch einen Ausweg aus Wahn und Wirklichkeit – und kann man beides überhaupt unterscheiden?


Cervantes’ Barockklassiker wird in einer Bearbeitung von Rebekka Kricheldorf zu sehen sein, die bereits LYSISTRATA für das Theater Osnabrück adaptierte. Die Inszenierung von Annette Pullen stellt die Frage, wie viel Fiktion wir brauchen, um die Realität zu ertragen – und feiert die Kraft der Fantasie.


Fotos: Jörg Landsberg

TERMINE & KARTEN

16.06.2017

Fr. | 19:30 Uhr

20.06.2017

Di. | 19:30 Uhr

21.06.2017

Mi. | 19:30 Uhr

24.06.2017

Sa. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Inszenierung Annette Pullen
Bühne, Kostüme Gregor Sturm
Dramaturgie Marie Senf

Herr Alfons alias Don Quijote Ronald Funke
Sancho Panza Oliver Meskendahl
Barbier/Typ/Sänftenträger/Sträfling/Page Valentin Klos
Pfarrer/Sänftenträger/Sträfling/Herzog Andreas Möckel
Nichte/Sträfling/Häscher/Zofe/Bauernmädchen Maria Goldmann
Haushälterin/Dame/Häscher Cornelia Kempers
Wärter/Friston/Herzogin/Leser Monika Vivell

PRESSESTIMMEN

„Mit der Dramatikerin Kricheldorf und der Regisseurin Annette Pullen haben sich zwei getroffen, die dafür die gleiche Sprache sprechen: Kricheldorf mit Straffung und Verdichtung des Mammutwerks und intelligentem Wortwitz, Pullen mit feinem, liebenswertem szenischen Humor, mit dem sie, dem Applaus nach zu urteilen, am Premierenabend die Herzen der Zuschauer im Osnabrücker Theater am Domhof gewann. […] Rebekka Kricheldorfs witzige „Don Quijote“-Version, die ihre Vorlage beim Wort nimmt, dürfte an anderen Bühnen viel nachgespielt werden.“ Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung, 13.5.2017

„Die Inszenierung von Annette Pullen ist bis in jede Pore eine Hommage an die Magie des Theaters, nimmt die Vorlage pointiert beim Wort und stellt die Frage, wie viel Fiktion wir brauchen, um unsere Realität zu ertragen. […] Tragikomödie? Okay. Spiel über das Älterwerden, Superhelden-Opus, Schelmenstück oder verrücktes Roadmovie – der Abend funktioniert in vielerlei Hinsicht.“ Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 17.5.2017

Gefördert durch den Theaterpreis des Bundes 2015

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