Sie sind hier: Spielplan

Opernrarität

ANTIGONA

Tragedia per musica in drei Akten von Tommaso Traetta

Libretto von Marco Coltellini / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Seit drei Generationen liegt Unheil auf dem Herrschergeschlecht von Theben und es trifft nun auch die Nachkommen. Eteokles und Polyneikes, die beiden Brüder Antigonas, Tochter von König Ödipus, kämpfen und erschlagen sich gegenseitig. Thebens neuer Herrscher Creonte befiehlt, dass nur Eteokles bestattet werden darf, jedoch nicht Polyneikes, da dieser gegen Theben Krieg geführt hat. Wer dieses Bestattungsverbot missachtet, wird mit dem Tode bestraft. Doch will Antigona ihren Bruder beerdigt sehen. So widersetzt sie sich Creontes Befehl. Ihr treu zur Seite stehen der Geliebte Emone, Creontes Sohn, und ihre Schwester Ismene.


Der heute zu Unrecht selten gespielte italienische Komponist Tommaso Traetta (1727–1779) gehörte zu den größten Opernkomponisten seiner Zeit und mit Gluck zu den zentralen Vorreitern der Opernreform des 18. Jahrhunderts. Traettas Werke beeinflussten nicht nur Komponisten wie Gluck, sondern auch den jungen Mozart. Seine im Jahr 1772 in St. Petersburg uraufgeführte „tragedia per musica“ ANTIGONA, nach der gleichnamigen Tragödie von Sophokles, stellt sein reifstes und bedeutendstes Werk dar, in dem Traettas Stil und seine neue Form des musikalischen Dramas ihren Höhepunkt finden.


Die Musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Andreas Hotz. Regie führt Floris Visser, der in Osnabrück bereits Puccinis LA BOHÈME und Brittens OWEN WINGRAVE erfolgreich inszenierte. Floris Visser ist seit 2013 künstlerischer Leiter der freien Operngruppe Opera Trionfo in den Niederlanden. Zuletzt inszenierte er am Opernhaus Zürich sowie am Staatstheater Karlsruhe.


Eine Koproduktion zwischen dem Theater Osnabrück und der Opera Trionfo, Niederlande

Opera Trionfo Logo


Die Vorstellung dauert ca. 3 Stunden und 15 Minuten, eine Pause nach dem 2. Akt.
Fotos: Jörg Landsberg

TERMINE & KARTEN

02.03.2018

Fr. | 19:30 Uhr

13.03.2018

Di. | 19:30 Uhr

11.04.2018

Mi. | 19:30 Uhr

18.04.2018

Mi. | 19:30 Uhr

21.04.2018

Sa. | 19:30 Uhr

10.05.2018

Do. | 19:30 Uhr

25.05.2018

Fr. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Floris Visser
Bühne, Kostüme Dieuweke van Reij
Lichtdesign Alex Brok
Choreinstudierung Markus Lafleur
Dramaturgie Alexander Wunderlich

Antigona Erika Simons
Ismene Lina Liu
Creonte Christian Damsgaard
Emone Katarina Morfa
Adrasto Daniel Wagner
Polinice Kevin Ruijters
Eteocle Kenneth Gérard
Soldaten Statisterie
Damen- und Herrenchor des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester

PRESSESTIMMEN

"Die Brüder kämpfen um die Krone von Theben – ein Kampf, der für beide tödlich ausgeht. Kevin Ruijters und Kenneth Gérard zeigen das anschaulich, doch mehr Tragödie tobt im Orchestergraben. Von der Ouvertüre an arbeiten das Osnabrücker Symphonieorchester und Chefdirigent Andreas Hotz heraus, welche Stürme hier toben und wie hoch die Emotionen kochen. Dem Orchester gebührt dafür großes Lob: Im historisch aufgerauten Klanggewand, mit funkelnden Akzenten und in kräftigen Farben verortet es Traetta goldrichtig zwischen Barock und Mozart." – Ralf Döring, Neue Osnabrücker Zeitung, 21.1.2018

"Jede Geste, jeder Blick ist klar gesetzt, bewusst, konzentriert. Das Publikum soll Zeit haben, alles genau wahrzunehmen: Ismene, Antigonas stimmkräftige Schwester (Lina Liu), stützt sich im Gram gegen eine Wand. Creonte schleudert seine Krone von sich, wankt, taumelt, sackt zu Boden. Die Zeit, die verstreicht, während sich das mächtige Tor lautlos und zentimeterweise öffnet und schließt, summiert sich zu Minuten. Großartig." – Harff-Peter Schönherr, TAZ, 23.1.2018

"Chor, Gesangssolisten, Basso continuo-Gruppe und das Osnabrücker Symphonieorchester verstehen es meisterlich, barocke Klang- und Mythenwelten mit Leben zu füllen." – Ursula Decker-Bönninger, Online Musik Magazin, 20.1.2018

"Intensiv. Hart. Qualvoll. Beeindruckend. Was für ein Opernabend! Nicht nur das Volk von Theben seufzt, auch das Publikum leidet mit. So einen Stoff muss man erst einmal stemmen! Floris Visser hat am Theater am Domhof die Oper "Antigona" inszeniert, nach drei Stunden und 15 Minuten brandet Applaus auf. Eine unglaubliche Leistung von Chor, Orchester, Ensemble und Solisten - ein wahrer Schatz wurde da gehoben, der über Osnabrück hinaus Strahlkraft hat." – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 24.01.2018

LUST AUF THEATER?

FOLGEN SIE UNS!