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HOME SWEET HOME

Uraufführung / Mauro de Candia

Musik von Alfred Schnittke, Henryk Górecki, Kaija Saariaho, Thomas Oboe Lee, Lepo Sumera, György Ligeti und Erkki-Sven Tüür.

„Trautes Heim, Glück allein“? Die heimischen Gefilde ein Zufluchtsort? Eine Frage der Perspektive! Denn was geschähe, wenn die „eigenen vier Wände“ sich an das erinnern könnten, was sich zwischen ihnen ereignet hat? Wenn die Bilder, die an diesen Wänden hängen, zu sprechen begännen? Wenn die Menschen auf den Erinnerungsfotos herausträten und ihre Geschichten erzählten? Wenn erinnerte Erinnerungen und Gegenwart aufeinanderträfen, Zeitebenen sich verschieben oder aufgehoben würden?  


In Mauro de Candias HOME SWEET HOME, inspiriert von Franz Kafkas BRIEF AN DEN VATER, ereignet sich genau das: Erinnerung, Traum und Wirklichkeit begegnen sich im eigenen Heim. Der Ort verwandelt sich in einen surrealen Raum, in dem physikalische Parameter außer Kraft gesetzt werden und andere Gesetze die Regie übernehmen.


Kafkas BRIEF entstand 1919 auf dem Höhepunkt seines literarischen Schaffens. Ein Sohn beschreibt darin seine unbewältigten Kindheitstraumata seinen übermächtigen Vater betreffend und den „schrecklichen Prozess“, den er mit ihm führte.


Die Vorstellung dauert ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Fotos: Jörg Landsberg

BESETZUNG

Choreografie, Bühne, Kostüme Mauro de Candia
Dramaturgie Patricia Stöckemann
Choreografische Assistenz Leonardo Centi 

Ich Lennart Huysentruyt (22./28.12. / 13./15.2.) / Ohad Fabrizio Caspi (17.12.)
Vater Oleksandr Khudimov (22./28.12.) / Vincenzo Rosario Minervini (17.12.)
Mutter Marine Sanchez Egasse (13./15.2.) / Katherina Nakui (22./28.12.) / Rosa Wijsman (17.12.)
Schwester Cristina Commisso (13./15.12.) / Ayaka Kamei (17.12.) / Saskia de Vries (22./28.12.)
Meine Welt Neven Del CantoKatherina Nakui / Rosa Wijsman / Marine Sanchez Egasse,Ayaka Kamei/Saskia de Vries/Cristina Commisso, Ohad Fabrizio Caspi/Lennart Huysentruyt, Vincenzo Rosario Minervini / Oleksandr Khudimov

Änderungen bei den Besetzungen vorbehalten!

PRESSESTIMMEN

"Mit viel Mut, elektrisierenden Ideen und einer ausdrucksstarken Musikcollage [...] hat sich Mauro de Candia von Kafka zu seinem neuen Tanzabend "Home Sweet Home" inspirieren lassen. Im Emma-Theater der Städtischen Bühnen Osnabrück gelingt es ihm, ein wortreiches Stück Literatur in Tanz zu verwandeln. [...] Nicht alles ist auf Anhieb verständlich und gerade das weckt die Zuschauersinne und geht unter die Haut. So wird jeder etwas anderes in den schwarz vermummten Gestalten der Dance Company sehen, die den grübelnden Sohn umschleichen. Wie ein Vogelschwarm seiner Gedanken und Gefühle umtanzen sie [Lennart Huysentruyt], drehen ihn im Kreis, schleudern ihn in die Höhe, klatschen ihn an die Wand und fangen ihn wieder auf." Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung, 20.11.2017

"Zu meist quälend atonaler Musik von Alfred Schnittke bis zu György Ligeti wiederholt sich mit wechselndem tänzerischen Austruck das Ertragen dieser unerträglichen Beziehungen, denen der Tanz auch in seiner Wortlosigkeit entspricht." Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 21.11.2017

"Die Energie einer klassischen Familienkonstellation - Liebe, Dominanz, Seelenqual, Loslassen, Finden und Verlieren. Mauro de Candia und seine Dance Company nahmen Franz Kafkas "Brief an den Vater" als Inspiration für die poetische, kraftvolle und zeitlose Inszenierung des Tanzabends "Home Sweet Home". Der Körper als Medium, um Innenwelten tänzerisch zu spiegeln. Unheimlich! Spannungsvoll! Das Premierenpublikum im Emma-Theater zeigte sich fasziniert vom Ergebnis." Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 22.11.2017

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