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1. SINFONIEKONZERT - 17/18

BRÜCKENSCHLAG

1808 begann Ludwig van Beethoven mit der Komposition seines letzten Klavierkonzerts. In seiner großen Anlage und den formalen Experimenten markiert es einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung einer Gattung. Der niederländische Pianist Ronald Brautigam gehört zu den führenden Spezialisten auf dem Hammerklavier und wird in diesem Konzert auf einem dem Programm entsprechenden Instrument spielen.


Knapp 100 Jahre später als Beethovens Konzert entstand der ursprünglich für Streichquartett verfasste LANGSAME SATZ von Anton Webern. Für seine Zeitgenossen avantgardistisch, schlägt er im Rückblick betrachtet eine für heute ganz unmittelbar fassbare Brücke zurück in die Vergangenheit.


Ein Brückenbauer ist auch der 1926 in Wien geborene Friedrich Cerha, der in seiner Arbeit den Bogen von der Auseinandersetzung mit Alter Musik zu seinen aktuellen Kompositionen schlägt. Sein Orchesterwerk DREI SÄTZE wurde am 9. April 2016 – wiederum gut 100 Jahre nach Weberns LANGSAMER SATZ – im Musikverein Wien mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien uraufgeführt.


Den drei Vertretern von 200 Jahren Wiener Kompositionskunst steht Igor Strawinski mit dem Werk gegenüber, das seinen Durchbruch als Komponist markiert: 1910 fand die Uraufführung des auf russischen Volksmärchen basierenden Balletts DER FEUERVOGEL nach einem Libretto von Michel Fokine statt. Es wurde schnell – und für lange Zeit – das beliebteste Werk des russischen Komponisten. 1919 fasste er zentrale Szenen des Werkes zu einer Konzertsuite zusammen.

BESETZUNG

Solist Roland Brautigam (Hammerklavier)
Dirigent Andreas Hotz

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