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2. SINFONIEKONZERT - 17/18

HOFFNUNG!

Beethovens einzige Oper FIDELIO ist nicht nur ein Loblied auf die Treue und Tapferkeit Leonores, sondern vor allem ein musikalisches Sinnbild für die Freiheit, gegen Despotismus und Diktatur. Den Weg in den Konzertsaal fand diese Thematik in der beliebten, alternativen, LEONOREN-Ouvertüre Nr. 3.


Das weltweit bekannte Spiritual NOBODY KNOWS THE TROUBLE I SEE ist der Ausgangspunkt des gleichnamigen Trompetenkonzerts – und Statement gegen den Rassismus – von Bernd Alois Zimmermann. Von der strengen Schule des Serialismus nicht überzeugt, gab Zimmermann vielmehr durch vielfältigste Formen von stilistischen Collagen seinem Schaffen ein Gesicht. Interpretiert wird das Werk durch den Trompeter Reinhold Friedrich, dessen Karriere beim ARD-Wettbewerb 1986 begann. Sein Debüt bei den Berliner Festwochen 1982 mit SEQUENZA X von Luciano Berio sowie das Debüt im Wiener Musikvereinssaal 1994 mit dem Trompetenkonzert von Joseph Haydn, gespielt auf der historischen Klapptrompete, beschreiben das große Spektrum seiner Aktivitäten.


Mit Hoffnung beladen war für Dmitri Schostakowitsch das Jahr 1917 – mit der Hoffnung, dass nach dem Schrecken des Ersten Weltkriegs eine Basis für eine bessere Gesellschaft geschaffen worden war. Als das Werk zu Beginn der 60er Jahre entstand, wusste er jedoch, dass dies nicht gelungen war. Die Jahrzehnte der Herrschaft Stalins hatten diese Perspektive nicht nur zunichte gemacht, sondern in grausamster Form konterkariert. Der ein knappes Jahrzehnt zurückliegende Tod des Diktators mochte jedoch neue Hoffnung auf einen guten kommunistischen Staat, wie Schostakowitsch ihn mit Lenin in Bezug brachte, genährt haben. 100 Jahre nach der Oktoberrevolution und mehr als 60 nach der Entstehung dieses Werkes weiß die Geschichte Gegenteiliges zu erzählen.

TERMINE & KARTEN

30.10.2017

Mo. | 20:00 Uhr

BESETZUNG

Solist Reinhold Friedrich (Trompete)
Dirigent Andreas Hotz

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