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3. SINFONIEKONZERT - 17/18

WIEN 1893

Spielt seit mehreren Jahren die Auseinandersetzung mit historischer Spielpraxis eine kontinuierliche Rolle in der Arbeit des Osnabrücker Symphonieorchesters, so widmet sich dieses Konzert einem ganz anderen Aspekt früherer Aufführungstraditionen, nämlich der Spielplangestaltung. Hat es sich heute als weitverbreitete Form etabliert, ein Sinfoniekonzert mit einem kürzeren Werk – beispielsweise einer Ouvertüre – zu beginnen, dann ein Solist*innenkonzert zu platzieren und nach der Pause mit einer Sinfonie abzuschließen, so zeigt ein Blick auf alte Konzertplakate eine anderer Vorgehensweise.


Das 3. Sinfoniekonzert greift ein Programm auf, das am 10. Dezember 1893 von den Wiener Philharmonikern im Großen Saal des Musikvereins unter der Leitung von Hans Richter gespielt wurde. Dabei bleibt der Rahmen sogar ähnlich, wenn der Abend mit der Ouvertüre zu Robert Schumanns einziger Oper GENOVEVA beginnt und mit der 2. Sinfonie des tschechischen Komponisten Zdenĕk Fibich endet. Im Mittelteil jedoch steht nicht nur Edvard Griegs PEER-GYNT-SUITE NR. 2 auf dem Programm, sondern zudem zwei Orchesterbearbeitungen Johann Sebastian Bachs. Dabei ist nicht zu vergessen, dass es sich bei Fibichs Sinfonie um ein hochaktuelles Werk handelt, die Suiten-Bearbeitung von Griegs Schauspielmusik aus den 1870er Jahren auch nur wenige Jahre alt ist – und selbst Schumanns GENOVEVA gerade einmal vor einem halben Jahrhundert entstand. Bachs Werke fallen aus der Reihe, allerdings nur bedingt, wenn man beachtet, dass sie in der Orchestrierung des damals hochaktuellen böhmischen Komponisten Johann Joseph Abert (1832–1915) gespielt wurden.

Robert Schumann GENOVEVA-Ouvertüre
Edvard Grieg PEER-GYNT-SUITE NR. 2 op. 55
Johann Sebastian Bach Präludium cis-Moll BMV 849 aus DAS WOHLTEMPERIERTE KLAVIER Fuge g-Moll BWV 542 – orchestriert von Johann Joseph Abert
Zdenĕk Fibich Sinfonie Nr. 2 Es-Dur op. 38

BESETZUNG

Dirigent Daniel Inbal

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