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MEDEA2

DOIS MUNDOS, UMA NARRAÇÃO / Uraufführung

Nach Euripides, Grillparzer, Anouilh und mit Texten von Paulina Chiziane / Ein Projekt von Manuela Soeiro, Dominique Schnizer und Jens Peters / Koproduktion mit dem Teatro Avenida, Mosambik und dem Goethe-Institut (Internationaler Koproduktionsfonds)

Zwei Welten, eine Erzählung und eine Frau mittendrin: Ist sie Göttin oder Kindsmörderin, Einheimische oder Barbarin? Die Gestalt der Medea ist eine der zentralen Mythen des Weiblichen, an dem sich die Wandlung vom Matriarchat zum Patriarchat exemplarisch vollzieht. Mit einem gemischten Ensemble von professionellen Schauspieler*innen sowie je einem Musiker aus Osnabrück und Maputo, Mosambik, wollen wir auf Deutsch und Portugiesisch erkunden, was diese fremde Frau, Exotin und scheinbare Bedrohung, den Menschen in Deutschland und Mosambik heute zu sagen hat und was diese Assoziationen auch über die Beziehung zwischen Europa und Afrika insgesamt verraten können.


Die schwarze Medea in Deutschland trifft auf ihr Spiegelbild – die weiße Medea in Mosambik – und wird so mit den Parallelen und Unterschieden ihrer jeweiligen Situation konfrontiert. Wie sehen unterschiedliche Formen des Fremdseins aus? Was können beide Seiten durch diese Spiegelung auch über sich selbst erfahren? Grundlage der gemeinsamen Arbeit sind die unterschiedlichen Texte, die im Laufe der langen Geschichte dieses Mythos’ dazu entstanden sind – ganz neu für dieses Projekt von der mosambikanischen Autorin Paulina Chiziane, aber auch von europäischen Autor*innen wie Euripides oder Grillparzer.


Der Projektpartner, das Teatro Avenida aus Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, ist als erstes professionelles Theater des Landes gegründet worden und konnte sich so prominenter Unterstützung wie der des weltweit bekannten Autors Henning Mankell versichern. Den Leitenden Schauspielregisseur Dominique Schnizer und die Leiterin des Teatro Avenidas, Manuela Soeiro, verbindet eine lange und intensive Arbeitsbeziehung, die sie in diesem Projekt weiterführen werden.


RAHMENPROGRAMM ZU MEDEA²


23.2. Nachgespräch
im Anschluss an die Vorstellung mit Beteiligten der Produktion.


9.3. Nachgespräch
im Anschluss an die Vorstellung mit Dr. Debbie Coetzee-Lachmann von der Universität Osnabrück.
Thema: Europa & Afrika – Fremdheit und Interkulturalität. 


16.3. One World Jamsession im emma-theater
im Anschluss an die Vorstellung mit Celso Durão und Musiker*innen aus aller Welt.
In Kooperation mit der Musik- und Kunstschule Osnabrück, Lagerhalle und Exil e.V.


17.3. Workshop Mosambikanische Tänze
mit Yolanda Fumo, Dalila Figueiredo, Jorge Vaz und Celso Durão
Treffpunkt um 13.45 Uhr an der Bühnenpforte, Theater am Domhof
Eintritt: 5 €, Anmeldungen an peters@theater-osnabrueck.de


18.3. Workshop Mosambikanische Musik
mit Yolanda Fumo, Dalila Figueiredo, Jorge Vaz und Celso Durão
Treffpunkt um 13.45 Uhr an der Bühnenpforte, Theater am Domhof
Eintritt: 5 €, Anmeldungen an peters@theater-osnabrueck.de


18.3. Nachgespräch
im Anschluss an die Vorstellung mit allen Beteiligten der Produktion.


Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes.


Die Vorstellung dauert ca. 1 Stunde, keine Pause.
Fotos: Uwe Lewandowski

TERMINE & KARTEN

20.02.2018

Di. | 19:30 Uhr

21.02.2018

Mi. | 19:30 Uhr

23.02.2018

Fr. | 19:30 Uhr

25.02.2018

So. | 19:30 Uhr

04.03.2018

So. | 19:30 Uhr

06.03.2018

Di. | 19:30 Uhr

09.03.2018

Fr. | 19:30 Uhr

15.03.2018

Do. | 19:30 Uhr

16.03.2018

Fr. | 19:30 Uhr

18.03.2018

So. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Inszenierung, Künstlerische Leitung Osnabrück Dominique Schnizer
Ausstattung Christin Treunert
Projektleitung Mosambik, Kostüme Maria Manuela de Lobão Soeiro
Musik Ernst Bechert, Celso Durão
Projektleitung Deutschland, Dramaturgie Jens Peters

Jason (Europa) Jan Andreesen
Medea (Europa)  Maria Goldmann
Kreusa (Europa)  Cornelia Kempers
Jason (Afrika) Jorge Maria Vaz
Medea (Afrika) Yolanda Dina Fumo
Kreusa (Afrika) Dalila Josela Figueiredo

PRESSESTIMMEN

„Es ist ein Erlebnis, die sprachlich wunderschönen literarischen Texte auf Portugiesisch und Deutsch zu hören. Es fasziniert, wie die sechs Schauspieler unbeirrt in Rolle und Sprechduktus bleiben, während parallel oder zeitlich knapp versetzt in der anderen Sprache gespielt wird. […] In der Spielweise der Osnabrücker und der mosambikanischen Schauspieler sind kaum Unterschiede zu merken. Sie sprechen alle aus einem Geist und natürlich einer gemeinsamen Regie heraus – welch großartige Leistung aller Beteiligter und des Regieteams von Manuela Soeiro, Leiterin des Teatro Avenida in der Hauptstadt Maputo, Dominique Schnizer, Leitender Schauspielregisseur in Osnabrück und Chefdramaturg Jens Peters.“ – Christine Adam, noz.de, 18.2.2018

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