
Liebes Publikum
Sie haben die neue Mannschaft in ihrer ersten Spielzeit mit offenen Armen empfangen. Dafür möchten wir uns bei Ihnen im Namen aller Mitarbeiter sehr herzlich bedanken. Sie, das Publikum, begleiten uns mit jener Mischung aus Sympathie und kritischem Geist, der uns alle beflügelt. Es ist wunderschön, in Osnabrück Theater zu machen! Auch in der neuen Saison ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Verantwortung des Theaters für und in der Friedensstadt Osnabrück ernst zu nehmen, mit unseren Mitteln an den Diskussionen teilzunehmen, die nur hier in dieser Intensität möglich sind. Verdis große Antikriegsoper Die Macht des Schicksals und die Uraufführung Das große Heft von Sidney Corbett setzen wichtige Akzente, ebenso Das Ding, Die Räuber, Lysistrata und Die Mittagsfrau. Viele Menschen kommen von weit her nach Osnabrück, oft in der Hoffnung, hier Zuflucht und eine neue Heimat zu finden. Das Stadtteilprojekt Kein schöner Land lässt sie mit Musik ihrer Heimat selbst zu Wort kommen. Ein aufregendes Barockprojekt erwartet uns in der frisch restaurierten Bergkirche: eine szenische Aufführung von Telemanns Oratorium Der aus der Löwengrube errettete Daniel.
Zwei neue Künstler begrüßen wir ganz besonders in Osnabrück: Als neuer Generalmusikdirektor wird Andreas Hotz sein Amt antreten. Mit großer Energie und Lust an Musik und Theater hat er sich seit Monaten in die Vorbereitungen gestürzt und ein spannendes Programm erarbeitet. Mauro de Candia wird die künstlerische Leitung des Tanztheaters übernehmen und gemeinsam mit Patricia Stöckemann das hohe Niveau, das der Tanz in den letzten Jahren in Osnabrück erreicht hat, weiterentwickeln. Ihnen allen ein herzliches Willkommen!
Ralf Waldschmidt und Matthias Köhn
