Liebes Publikum

Waldschmidt_KoehnIhr Theater steht mitten im Herzen der Stadt, empfängt von ihr wichtige Impulse und gibt sie ihr zurück – Osnabrück und sein Theater sind ein gemeinsamer Organismus. Beständigkeit und permanente Veränderung sind für uns kein Widerspruch sondern bedingen einander.

Zwei wichtige neue Künstlerpersönlichkeiten haben ihre Arbeit vor einem Jahr begonnen: Generalmusikdirektor Andreas Hotz und das Osnabrücker Symphonieorchester beflügeln einander und garantieren das hohe Niveau von Musiktheater und Konzerten, Mauro de Candia hat seinen sehr persönlichen Stil nach Osnabrück gebracht und dem Tanz neue Dimensionen erschlossen.

Die neue Spielzeit startet mit dem Festival Spieltriebe 5 – Total Real und stellt die Frage nach der Chance von Kunst und Leben angesichts der Totalität von Ökonomie. Im Sinne der Friedensstadt Osnabrück verfolgen wir weiter die großen gesellschaftlichen Fragen nach der Freiheit des Individuums und der Hoffnung auf Frieden, nach der Chance von Gerechtigkeit. Büchners Woyzeck beschäftigt sich ebenso damit wie Handkes Immer noch Sturm oder Dvořáks großes Nationalepos Vanda (das nach 130 Jahren seine deutsche Erstaufführung erlebt!) und Bachs Johannes-Passion, in der ein Projektchor aus Osnabrücker Bürgern mitwirkt. Einer der Höhepunkte der Spielzeit wird die Rekonstruktion der Mary Wigman-Choreografie von Strawinskys Jahrhundertwerk Le Sacre du Printemps sein, eine Kooperation mit dem Theater Bielefeld und dem Bayerischen Staatsballett. Seien Sie gespannt auf zwei ganz unterschiedliche Shakespeare-Projekte: Annette Pullen beschäftigt sich mit Macbeth, Mauro de Candia und sein Tanzensemble mit Romeo und Julia.

Wir freuen uns auf viele Begegnungen mit Ihnen im Theater Osnabrück!

Ralf Waldschmidt und Matthias Köhn