Installation zu Migration und Polizei in Niedersachsen

Schüler:innen zeigen Projektergebnisse im Schaufenster

Das Verhältnis zwischen Polizei und Migration in Niedersachsen beleuchteten Schüler:innen in einem Projekt der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht. Gemeinsam mit dem Videokünstler Theo van Delft, der Tanzchoreografin Lenna Schouten und mit Ralf Siebenand vom Musiktheater Lupe erarbeiteten die Teilnehmenden einen Beitrag zur landesweiten Aktion „75 Jahre Demokratie in Niedersachsen – Alles klar!?“, gefördert vom Kultusministerium Niedersachsen.

Die Ergebnisse der Projektwoche werden ab Freitag, dem 29. Oktober 2021, im Rahmen des Open Space des Theaters Osnabrück als Installation im Schaufenster in der Johannisstraße 50 in Osnabrück ausgestellt. Das künstlerische Team, Teilnehmende des Projekts und Mitarbeitende der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht werden ab 18:00 Uhr vor Ort sein, um die Installation zu eröffnen, über ihre Arbeitsprozesse und ihre Intentionen zu erzählen und über Inhalte zu diskutieren.

Das Projekt betrachtete zunächst die Verfolgung ausländischer Menschen im Nationalsozialismus durch die Geheime Staatspolizei und dann die aktuellen Entwicklungen der niedersächsischen Polizei in der Migrationsgesellschaft. Vertreter der Präventionsabteilung der Polizei Osnabrück haben die Teilnehmenden über die Arbeitsweise der Polizei in Osnabrück informiert und Vorwürfe von Rassismus und Polizeigewalt diskutiert. Anhand von regionalen und bundesweiten Vorfällen von Polizeigewalt haben die Teilnehmenden versucht, dahinterstehende Strukturen und Dynamiken zu analysieren. Darauf aufbauend haben sie mit Hilfe der Künstler:innen ein künstlerisches Statement entwickelt, um Diskussionen und Gespräche über die Zukunft anzuregen. Entstanden sind dabei Stop-Motion-Videos und eine Tanz-Performance, die an verschiedenen Stellen im öffentlichen Raum aufgeführt und gefilmt wurde.