REALITY CHECK

Sirenenemoji

Performance · emma-theater
18:00 Uhr, Performance von Hannes Siebert / Amanda Wader-Unterwasser

Diese Veranstaltung wurde als Teil des Festivals REALITY CHECK ans Theater Osnabrück eingeladen.

Buh!
Hast du Angst vor mir? Hab' ich dich erschreckt? Ich steh' hier als Schwuchtel oder als Tunte oder Schwuppe und ich halt’ das aus. Ich find’s ein bisschen geil und du willst mich gerne boxen. Vielleicht nur was rufen. Na, wie wär’s damit? Bisschen pöbeln? Geil! Ich glaub’ ich komm’ gleich. Wäre das nicht kinky?
Du kannst mich gerne ein bisschen begehren, aber nimm dich in Acht. Das könnte doch mehr über dich aussagen, als über mich.
Das Problem ist ja, dass ich mich ganz ok finde, so wie ich bin und du denkst, dass das irgendwie eine Bedrohung für dich darstellt. Oder für deine Systeme oder deine Männlichkeit. Und das check’ ich total. Und dafür will ich ja auch gerne ’ne Bedrohung sein.

In seiner Solo Performance thematisiert Hannes Siebert die Frage, welche Blicke auf queere Menschen geworfen werden und wie diese gesellschaftlich gewachsen sind. Ausgehend von Situationen, in denen sich diese Blicke in verbalen, aber auch in anderen diskriminierenden Übergriffen manifestieren, schlägt er einen Bogen zu den Kategorien „krank“ und „gesund“ und fragt danach, inwiefern diese Benennungen im Zusammenhang mit queerfeindlichen Narrativen stehen.

content note: expizite Thematisierung queerfeindlicher Übergriffe, explizite Thematisierung von Krankheit.

26.02.2022Sa. 18:00

Besetzung


VON und MIT
Hannes Siebert, Amanda Wader-Unterwasser
Dramaturgische Beratung: Anne Küper, Aidan Riebensahm, Joelle Burrichter

Hannes Siebert studiert Kulturwissenschaften in Hildesheim und arbeitet in unterschiedlichen kollektiven Zusammenhängen an Performances und Medienkunst. Mit dem Theaterkollektiv Meeresfrüchtchen untersuchte er unterschiedliche Männlichkeitsperformances, als Teil des Kollektivs Moon Facilatator entwickelt er u.a. im Hamburger Gängeviertel interaktive SMS-Stadt-Rundgänge. Außerdem entwickelte er eine Reihe an Lecture-Performances auf dem Messenger-Service Telegram für das Junge! Staatstheater Braunschweig und entwickelte Performances auf Kampnagel in Hamburg. In seiner theatralen Arbeit nimmt er diskriminierende Narrative in den Blick und versucht diese neu zu besetzen.

FOTO
Laura Pföhler