8. SINFONIEKONZERT

Klassik unter den Sternen

17.06.2022 20:30 Uhr・Open Air auf dem Domvorplatz

Antonín Dvořák „Karneval“, Konzertouvertüre A-Dur op. 92
Claude Debussy (arr. Leopold Stokowski) „Clair de lune“
Pablo de Sarasate „Zigeunerweisen“ op. 20
Yuzo Toyama „Tanz der Männer“, aus dem Ballett „Yugen“
Maurice Ravel „Bolero“

Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Johannes Brahms Ungarische Tänze Nr. 5 und 6

Dirigent: An-Hoon Song
Solist: Michal Majersky (Violine)

Nicht selten hört man das Vorurteil, sinfonische Musik habe mit einem großen Teil der Bevölkerung nichts zu tun. Dass dem nicht so ist, sondern im Gegenteil eine Vielzahl sinfonischer Kompositionen ihren Ursprung im Bereich der Volksmusik und Populärmusik haben, beziehungsweise selbst Eingang in die Populärkultur genommen haben, stellt das achte Sinfoniekonzert unter Beweis.

Mit dem tobenden Leben des Karnevals setzte sich Antonín Dvořák in der gleichnamigen Konzertouvertüre auseinander und entsprechend tänzerisch-feurig klingt die Musik. Auch in seinem weiteren Schaffen arbeitete Dvořák häufig mit populärer Musik und nahm Volksweisen seiner Heimat nicht selten als Ausgangspunkt seiner Kompositionen. Das gilt auch für seine Achte, in der sich der Komponist sowohl von der Landschaft als auch vom Musikleben Böhmens inspirieren ließ.

Eine bedeutende Rolle sowohl für die „klassische“ als auch für die „populäre“ Musik spielt der Tanz. Beispielhaft hierfür ist Yuzo Toyamas Ballett Yugen, dessen kraftvolle Rhythmik die Grenzen musikalischer Genres zu überwinden sucht. Brahms’ Ungarische Tänze und Ravels Bolero haben sogar so große Berühmtheit erlangt, dass ihnen dies zweifellos gelungen ist.

Ein gefeierter Weltstar war der Violinvirtuose Pablo de Sarasate, der im späten 19. Jahrhundert die Massen in die Konzertsäle lockte. Neben seiner Tätigkeit als Interpret komponierte er auch selbst, unter anderem seine Zigeunerweisen für Violine und Orchester. Den teuflisch schweren Solopart übernimmt in Osnabrück Michal Majersky, der erste Konzertmeister des Osnabrücker Symphonieorchester.