Frankenstein
Schauspiel nach Mary Shelley
Theater am Domhof
Premiere 10.10.2026
Frankenstein gilt seit über 200 Jahren als die (pop)kulturelle Referenz für menschliche und männliche Hybris. Der Roman überrascht noch heute durch seine Ambivalenz, die uns einerseits Victor Frankenstein in seiner Neugier und seinem Forschungswillen verstehen lasst, und andererseits Empathie für die von ihm geschaffene abscheuliche, ungeliebte Kreatur weckt, die von sich aus gar nicht böse ist.
Mary Shelley schrieb den Roman 1816 im berüchtigten Jahr ohne Sommer, als ein Vulkanausbruch in Indonesien für mehrere Monate den Himmel über Europa verdunkelte und die damalige Welt nachhaltig veränderte. Heute gibt es unzählige Varianten, die romantische Schauergeschichte von Frankenstein und seinem Geschöpf in unsere Gegenwart hineinzudeuten.
Was erzählt Frankenstein über die Überwindung von Grenzen, wo ist er eine feministische Kritik und wo verschweigt er vielleicht auch, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Forschungsgeist möglich ist?
Das Team um Katharina Schmidt und Roman Konieczny, die zum dritten Mal am Theater Osnabrück arbeiten, nähert sich der Zeit Mary Shelleys, der Geschichte von Schöpfer und Geschöpf, als auch ihrem Widerhall, der bis ins Heute ragt.
„Heute diesen vielschichtigen Stoff zu zeigen und mit den Genres Drama, Horror und Science-Fiction zu spielen, ist für uns gleichermaßen Herausforderung und Vergnügen"
Katharina Schmidt und Roman Konieczny
Inszenierung: Katharina Schmidt und Roman Konieczny
Bühne und Kostüme: Wolf Gutjahr und Maria Walter
Musik: Klaus von Heydenaber
Fotos: iStock