Drei Schwestern
Schauspiel von Anton Tschechow
Theater am Domhof
Premiere 03.04.2027
Die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina leben, seit der Vater kürzlich verstorben ist, am idyllischen Stadtrand inmitten eines wunderschönen Gartens. Umgeben von blühender und duftender Natur erinnern sie sich immer und immer wieder an ihre glückliche Vergangenheit. Was ihnen in der Idylle fehlt, ist etwas, was wir heute als selbstverständlich betrachten: viel Besuch, ein voller Terminkalender, ein ständiger Schwall neuer Inspirationen. Aber wenn man sich immer nach etwas Unerreichbarem sehnt, hat das Auswirkungen auf das gelebte Leben.
Auch in tausend Jahren wird der Mensch seufzen: „Ach, wie schwer ist es zu leben!“ Während wir uns heute nach weniger Trubel und Input, nach mehr Stille und Zeit für die schönen Dinge sehnen, also im Grunde nach mehr Tschechow, sehnen sich die Schwestern nach unserem Leben. Ist das ständige Beschwören eines anderen Lebens womöglich nur eine Ausflucht aus einer Gegenwart, die sich aus der jeweils anderen Perspektive genau richtig anfühlt? Die Schwestern imaginieren sich eine Parallelwelt, die nichts mit den Schnelligkeiten unseres Alltags zu tun hat und spiegeln damit den mit Überforderung kämpfenden Menschen unserer Gegenwart.
„Vielleicht sehnen wir uns heute nach Tschechow, weil wir ein großes Verlangen nach Stille haben.“
Anne Mulleners
Inszenierung: Anne Mulleners
Bühne und Kostüme: Chani Lehmann
Musik: Aki Traar