Sie sind hier: Spielplan

DIDO AND AENEAS

Oper in drei Akten von Henry Purcell

Libretto von Nahum Tatum nach Vergils AENEIS
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Zwei Herrscher treffen in Karthago aufeinander: Die verwitwete Königin Dido lebt dort in ihrem Palast, als die Wirren des trojanischen Kriegs Aeneas dorthin treiben. Sie verlieben sich, doch Dido fühlt sich an den Treueschwur zu ihrem verstorbenen Gatten gebunden. Erst auf das Zureden ihrer Vertrauten fasst sie sich schließlich ein Herz. Doch die bösen Hexen stehen der Liebe entgegen und beschließen, Dido ins Unglück zu stürzen. Eine von ihnen erscheint Aeneas in Gestalt des Götterboten Merkur und befiehlt ihm den raschen Aufbruch aus Karthago. Als sich Aeneas von Dido verabschiedet, ist diese am Boden zerstört. Aeneas will schließlich entgegen der göttlichen Weisung bei ihr bleiben, doch die gebrochene Dido schickt ihn fort. Allein zurückgeblieben bringt sie sich um.


Fast 350 Jahre alt ist Purcells Meisterwerk und hat doch nichts an seiner Wirksamkeit und Emotionalität eingebüßt. Die Musik folgt noch nicht dem strengen Schema aus Arien und Rezitativen und beschreibt die komplexe Psychologie der Figuren sehr differenziert. Besonders das letzte Aufeinandertreffen des Titelpaars mit dem anschließenden Selbstmord Didos ist ein Höhepunkt der Barockoper.


Der erste Kapellmeister Daniel Inbal, der die musikalische Leitung übernimmt, hat sich bereits in den vergangenen Spielzeiten intensiv mit der barocken Stilistik auseinandergesetzt und setzt die Reihe der Barockopern am Theater Osnabrück nun fort. Das Regieteam um Dirk Schmeding war in der Spielzeit 2018/19 in Osnabrück zu Gast und brachte Albéric Magnards GUERCŒUR auf die Bühne. Die bildstarke Produktion wurde in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Opernwelt als „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet sowie für die International Opera Awards nominiert.


Dauer: 1 Stunde, 10 Minuten – keine Pause.


Fotos: Jörg Landsberg


VIDEO

Sie müssen die Vimeo-Einstellungen anpassen, damit das Video angezeigt wird.

Vimeo-Einstellungen anpassen

AUDIO

Sie müssen die Soundcloud-Einstellungen anpassen, damit der Podcast angezeigt wird.

Soundcloud-Einstellungen anpassen

BESETZUNG

Musikalische Leitung Daniel Inbal
Inszenierung Dirk Schmeding
Bühne Martina Segna
Kostüme Frank Lichtenberg
Video Johannes Kulz
Choreinstudierung Sierd Quarré
Dramaturgie Christoph Lang

Dido Olga Privalova / Susann Vent-Wunderlich
Belinda / Erste Hexe / Geist Marie-Christine Haase
Zweite Frau / Zweite Hexe Susann Vent-Wunderlich / Gabriella Guilfoil
Aeneas / Erster Seemann Daniel Wagner / Jan Friedrich Eggers
Zauberin Jan Friedrich Eggers / Rhys Jenkins

Die Abendbesetzung entnehmen Sie bitte den Aushängen.

Opernchor des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester

PRESSESTIMMEN

„Im Theater am Domhof startet das Musiktheater glänzend mit der Barockoper ‚Dido and Aeneas‘ von Henry Purcell in die neue Spielzeit. Die Regie Dirk Schmedings holt das selten gespielte Werk aus der antiken Götter- und Heldenwelt stimmig in die Gegenwart, getragen vom feinen Barockklang der Osnabrücker Symphoniker unter Daniel Inbal. […] Nach siebzig fesselnden Minuten […] feierte das Premierenpublikum das Gesangsensemble, den Chor, Daniel Inbal mit den Osnabrücker Symphonikern und das Regieteam mit langanhaltendem Jubel.“ – Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 30.9.2020

„Der junge Regisseur Dirk Schmeding wählt einen interessanten Regieansatz und der Abend besticht darüber hinaus durch eine schlicht perfekte musikalische Umsetzung. […] Pure Begeisterung schlägt sämtlichen Beteiligten am Ende des Abends entgegen – und auch ich kann Ihnen diese interessante Produktion wärmstens ans Herz legen.“ – Jochen Rüth, Der Opernfreund, 28.9.2020

„Diese Frau namens Dido, die Königin Karthagos, wird von Susann Vent-Wunderlich eindringlich dargestellt. Sie singt Dido mit solch einer großen Leidenschaft und Leichtigkeit, dass es geradezu schmerzt. […] Ihr zur Seite steht ein gewohnt starker Jan Friedrich Eggers, der seinen Aeneas ebenfalls leidenschaftlich gibt und gesanglich mit seinem hell fokussierten Bariton begeistern kann. Als Didos Gegenspieler, ein Zauberer, steht Rhys Jenkins auf der Bühne, der seinen Part hervorragend mit volltönendem Bass singt. […] Zum Schluss gibt es frenetischen Applaus und Jubel. Man spürt, wie sehr das Osnabrücker Publikum die Oper vermisst hat.“– Dominik Lapp, kulturfeder.de, 1.10.2020

„Strahlender konnte das Musiktheater kaum in die entbehrungsreiche Spielzeit starten. Wenn in diesen alles umklammernden Corona-Zeiten überhaupt etwas maßgeschneidert ist – dann ist es diese Barockoper ‚Dido and Aeneas‘, die ans Herz geht, ästhetisch wie musikalisch begeistert. […] Hochachtung vor dieser inspirierenden Ensembleleistung. […] Dankbar ist man der Kunst, die in diesen Zeiten stärkt. Seelenbalsam im Theater.“ – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 25.10.2020

„Das Damoklesschwert der Corona-Quarantäne schwebt über uns allen. Kein Wunder, dass Träume zu Albträumen mutieren und Bilder der Zwangsisolation, die uns noch lange begleiten werden, die Theaterszene beherrschen. Ein Stück wie Henry Purcells in den 1680er-Jahren entstandene Kurz-Oper ‚Dido and Aeneas‘, die als klassisches Modell des männliches Liebesverrats gilt, lässt dann noch eine andere Perspektive zu. Dirk Schmeding hat sie in seiner jetzt für Osnabrück entstandenen, jenseits von Aktualisierung oder Historisierung brennend gegenwärtigen Inszenierung freigelegt. […] Martina Segnas karg abstrahierte Szene setzt das ebenso radikal wie überzeugend ins Bild. […] Korrekt überdies die historische Aussprache des Englischen, um die sich vor allem der Dirigent Daniel Inbal kümmerte, der Purcells Musik nicht asketisch heruntertaktiert, sondern flüssig mit emotionalem Nachdruck und gestischer Prägnanz zum Leben erweckt.“ – Uwe Schweikert, Opernwelt, November 2020

LUST AUF THEATER?

FOLGEN SIE UNS!