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Tanz

KUNSTRAUB - 2. VA

Uraufführung / Mauro de Candia

Abstand halten, nicht berühren, mit dem Gegenüber auf Distanz kommunizieren. Nein, es geht nicht um Verhaltens- und Hygiene-Regeln in Corona-Zeiten, es geht um den Besuch in einem Museum. Für den gelten diese Verhaltensregeln schon immer: mit den Augen schauen und nichts anfassen; keinen Schritt weiter, als bis ca. 1,5 Meter vor ein kostbares Gemälde treten, beziehungsweise hinter den Absperrvorrichtungen bleiben, damit kein Alarm ausgelöst wird; das Tempo drosseln, um den Körper besser unter Kontrolle zu halten und nicht unachtsam anderen Besucher*innen in die Quere zu kommen oder einen (Kunst-)Gegenstand (Skulptur, Installation) zu beschädigen. Rücksicht walten lassen und auf andere Besucher*innen achten, um sie in ihrer Betrachtung der Kunstwerke nicht zu stören.


In KUNSTRAUB, dem ersten Stück der neuen Spielzeit, das sich an die durch Corona bedingten Sicherheitsmaßnahmen halten muss, spielt Mauro de Candia mit diesen Verhaltensregeln und reizt sie in Richtung Langsamkeit und Schnelligkeit, physische Distanz und geistig/seelische Nähe, Innen- und Außenbetrachtung bis ins Äußerste aus. Im ersten Teil geht es um Besucher*innen unterschiedlichen Charakters und Typus, die sich in einer Kunstsammlung den Werken und besonders einem berühmten Gemälde betrachtend „nähern“. Als jemand unbemerkt und unerkannt dem Bild zu nahekommt, ertönt der Alarm – das Werk ist verschwunden, die Kunst geraubt. Aber wohin ist sie entschwunden? Wird der zweite Teil dieses Rätsel lösen können? Werden die Figuren, die dem gestohlenen Gemälde entsprungen scheinen und sich in bizarrer Geschwindigkeit und grotesker Manier artikulieren, den Raubtäter enttarnen? Oder sind sie selbst Teil dieses mysteriösen Geschehens?


Dauer: ca. 1 Stunde, 5 Minuten – keine Pause.


Fotos: Jörg Landsberg


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PRESSESTIMMEN

„Corona schafft es nicht, dem Theater die Kunst zu stehlen: Auf diesen einfachen Nenner lässt sich bringen, was Osnabrücks Tanzchef Mauro de Candia mit seinem neuen Stück ‚Kunstraub‘ auf die Bühne bringt. […] Der erste Teil erzählt auch von den Bewegungseinschränkungen, die uns die Corona-Pandemie aufzwingt. […] Der zweite Teil in der so vergnüglichen wie kunstvoll umgesetzten Videosequenz Jan van Triests vom maskierten Kunsträuber, dem […] die Figuren auf dem Gemälde entwischen. […] Im dritten und rätselhaftesten Teil erobern sich die entsprungenen Schuhplattler die Bühne zurück: schön skurril im Trachtenlook. […] Misagh Azimi macht kongenial hörbar, was de Candia und die Dance Company herausarbeiten: Corona mag uns einiges an Bewegungsfreiheit genommen haben, aber nicht die Kreativität, uns eben auf andere Weise auszudrücken.“ – Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung / tanznetz.de, Oktober 2020

„Eine anspruchsvoll facettenreiche, teilweise grotesk surreale Erkundung gegenwärtiger Befindlichkeiten. […] Die quälend eindrucksvollen Bewegungen unterstützt punktgenau die eigens für ‚Kunstraub‘ von Misagh Azimi komponierte Klangcollage. […] De Candias ‚Kunstraub‘ ist erfreulich offen und regt dazu an, die vielen tänzerischen Eindrücke mit der aktuell eigenen Befindlichkeit zu verknüpfen.“ – Hans Butterhof, Westfälische Nachrichten / Dance for You, Oktober 2020

„Mauro de Candia und Patrica Stöckemann haben es geschafft, einen spannenden, humorvollen Tanzabend zu inszenieren. […] Für den Zuschauer ist Musik, Tanz und Bild ein einheitlicher Genuss. Ruhig, lebendig oder lustig, ja nach Situation. […] Eine bemerkenswerte Vorstellung. […] Mit wie viel Esprit, Phantasie und Können dieser ‚Kunstraub‘ auf die Bühne gebracht worden ist. Dabei sei die Leistung der Tänzerinnen und Tänzer noch einmal deutlich hervorgehoben.“ – Adelheid Wessel, Radio Ostfriesland, Oktober 2020

„Virtuose Lebenskraft auf der Bühne. Mit Humor und Fantasie hat Osnabrücks Tanzchef Mauro de Candia mit der Dance Company das neue 65-minütige Tanzstück ‚Kunstraub‘, das mit den Corona-Herausforderungen spielt, auf die Bühne gefragt. […] Irre Bewegungen und Charakterzeichnungen – der Körper definiert sich quasi neu, die Welt ist verdreht und aus den Angeln. Das Konzept hat was, der Soundtrack von Misagh Azimi sorgt für klirrende Krimi-Spannung. […] ‚Kunstraub‘ – ein getanztes Statement, ein positives Zeichen.“ – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, Oktober 2020

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