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SINFONIEKONZERT

JOS VAN IMMERSEEL SPIELT MOZART

Darius Milhaud LA CRÉATION DU MONDE op. 81a
Wolfgang Amadeus Mozart Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414
Franz Schreker Kammersymphonie


In den Goldenen Zwanzigern formierte sich in Paris die „Groupe des Six“, eine Vereinigung von sechs Komponist*innen, die es sich zum Ziel setzten, eine neue Musikästhetik zu begründen, die sich vom Pathos der Romantik und der Klangfülle des Impressionismus lossagt. Leicht sollte ihre Musik sein und dabei durchaus von Elementen der Unterhaltungsmusik geprägt. Ein typisches Beispiel für die Vorstellungen der Gruppe ist die Ballettmusik LA CRÉATION DU MONDE von Darius Milhaud. Hier wird die Entstehungsgeschichte der Welt mit jazzigen Klängen erzählt, mit denen Milhaud während einer USA-Reise ein Jahr zuvor in Berührung gekommen war.


Während seine Musiktheaterwerke wieder Einzug ins erweiterte Kernrepertoire gefunden haben, ist Franz Schreker noch immer weit entfernt von der Bekanntheit, die er zu Lebzeiten genoss. In den 1920er Jahren war er nicht nur Direktor der Berliner Musikhochschule, sondern auch einer der gefragtesten Opernkomponisten. Neben zahlreichen Bühnenwerken hinterließ Schreker aber auch eine Vielzahl sinfonischer Kompositionen. Einen Höhepunkt darunter bildet die Kammersymphonie, die er 1916 für den Lehrkörper der Wiener Akademie für Tonkunst komponierte. Wie Milhaud spürt auch Schreker einer neuen Ästhetik jenseits von Romantik und Impressionismus nach. Zentral ist für ihn die Klanglichkeit: Neben der transparenten Orchestergröße von insgesamt 23 Musiker*innen fügt Schreker dem klassischen Instrumentarium Harmonium, Celesta und Klavier hinzu und sorgt so für das unwiderstehliche „Schillern“, das den Charakter des Werkes prägt.


Dazwischen ist mit Jos van Immerseel einer der renommiertesten Experten für historische Aufführungspraxis zu erleben. Er spielt das Klavierkonzert in A-Dur, das am Beginn von Mozarts Zeit in Wien entstand. Den unwiderstehlichen Klavierpart schrieb der Komponist dabei für sich selbst und es gelang ihm, das anspruchsvolle Wiener Publikum für sich zu gewinnen.


Foto: Jan Landau


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BESETZUNG

Dirigent Andreas Hotz
Solist Jos van Immerseel (Klavier)
Osnabrücker Symphonieorchester

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