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Sergej Gößner / ab 14 Jahren

Ikarus, vorlauter Sprücheklopfer und Möchtegern-Draufgänger, und Francis, stiller Denker und Poet, sind grundverschieden, haben aber etwas gemeinsam: Ihre Körper machen nicht mehr mit. Ikarus ist nach einem Unfall querschnittsgelähmt und Francis kämpft gegen eine fortschreitende Nervenkrankheit. Im gemeinsamen Krankenhauszimmer gründen sie die coolste WG der Reha-Klinik und werden unzertrennlich. Zusammen trotzen die beiden Freunde den körperlichen Grenzen und wagen sich raus ins Leben mit allem, was dazugehört: Ausgehen, feiern und von Frauen und anderen Abenteuern träumen. Doch in Wirklichkeit ist vieles nicht so leicht und nicht alles läuft nach Plan. Als Jasmin auftaucht, verliebt sich Ikarus in sie und muss zum ersten Mal einsehen, dass er sein Schicksal nicht so einfach ignorieren kann.


Mit viel Humor und Feingespür erzählt MONGOS vom Wahnsinn des Erwachsenwerdens unter erschwerten Bedingungen und von zwei liebenswerten Außenseitern, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Gemeinsam lassen Ikarus und Francis die Geschichte einer Freundschaft lebendig werden, die nur gut ausgehen kann, wenn es den Erzählenden am Ende doch noch gelingt, ihr eine erlösende Wendung zu geben.


Sergej Gößner, geboren 1988 in Ludwigshafen, arbeitet als Regisseur und ist festes Ensemblemitglied am Theater Pforzheim. Sein Stück MONGOS war 2016 nominiert für den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts.


Philipp Moschitz inszenierte bereits am Prinzregententheater und am Metropoltheater München. In der vergangenen Spielzeit stellte sich der 1985 in Osnabrück geborene Regisseur und Schauspieler dem Publikum mit dem 2. Preisträgerstück des Osnabrücker Dramatikerpreises 2015, DER DICKE STERNSCHNUPPE von Julia Penner, vor.


Premiere: 5. Mai 2018, emma-theater


Fotos: Uwe Lewandowski

BESETZUNG

Inszenierung Philipp Moschitz
Bühne, Kostüme Elisabeth Benning
Dramaturgie Milena Kowalski

Ikarus Jost op den Winkel / Soheil Emanuel Boroumand
Francis / Psycho / Jasmin / Chefarzt / etc. Benjamin Werner / David Krzysteczko

PRESSESTIMMEN

„Das Bühnenbild (Elisabeth Benning) ist reduziert, lenkt nicht vom intensiven Spiel ab, eine Halfepipe deutet an, was für die Protagonisten eben nicht geht, […]. Ein ganz besonderer formaler Reiz liegt darin, dass alle Figuren von Ikarus, und besonders von Francis (Jasmin, Psycho, Chefarzt) gespielt werden. So wird das Erzählen und Erleben der Geschichte ebenso wichtig wie die Geschichte selbst – der Betrachter entscheidet, was Fantasie und Realität ist. […] ‚Mongos‘ gewann kürzlich den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes. […] ‚Mongos‘ rockt und rollt.“ Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 9.5.2018

„ […] obwohl Ikarus […] und Francis […] die ganze Zeit im Rollstuhl oder mit Krücken agierten, standen in der 60-minütigen Inszenierung von Philipp Moschitz (‚Der dicke Sternschnuppe‘) nicht Krankheit und Behinderung im Vordergrund, sondern die Freundschaft und Entwicklung zweier pubertierender Jungen unter erschwerten Bedingungen. Dabei gelang es Regisseur Philipp Moschitz in jeder Szene, die Balance zwischen Coming-of-Age-Komödie und Krankenhaus Drama zu halten […].“ Uta Biestmann-Kotte, Neue Osnabrücker Zeitung, 7.5.2018

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