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Frederick Loewe

nach Georg Bernard Shaws Pygmalion und dem Film von Gabriel Pascal, Buch von Alan Jay Lerner Musik von Frederick Loewe, Deutsch von Robert Gilbert

Seit der Uraufführung 1956 in New York gehört Frederick Loewes My Fair Lady zu den weltweit größten Musical-Hits überhaupt. Wer kennt nicht die Songs, „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“, „Es grünt so grün“ oder „Wart’s nur ab!“, die den Werdegang Eliza Doolittles von einem rüpelhaften Mädchen zu einer wahren Dame begleiten. Die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle hat keinerlei Manieren, an eine gute Aussprache ist nicht zu denken. Der angesehene Philologe und Phonetiker Professor Higgins wird auf sie aufmerksam. In ihr sieht er die fleischgewordene Beleidigung der englischen Muttersprache. Higgins ist davon überzeugt, dass Menschen sich nicht über ihre Herkunft, sondern über ihre Sprache definieren. Ein Blumenmädchen wie Eliza konnte in seinen Augen ihren Stand verbessern und eine anerkannte Dame werden, sofern sie richtig spräche. So geht Higgins die Wette ein, dass er es innerhalb von sechs Monaten schaffen wird, aus Eliza eine Dame zu machen. An-Hoon Song, Zweiter Kapellmeister am Theater Osnabrück, dirigiert diese musikalische Sprecherziehung. Es inszeniert Marcel Keller, der dem Osnabrücker Publikum bereits bestens bekannt ist, zuletzt waren hier Der Vogelhändler und Evita in seiner Regie zu sehen.


Fotos: Jörg Landsberg


Die Vorstellung dauert ca. 3 Stunden, eine Pause.

BESETZUNG

Musikalische Leitung An-Hoon Song
Inszenierung, Bühne Marcel Keller
Kostüme Erika Landertinger
Choreografie Günther Grollitsch
Choreinstudierung Markus Lafleur
Dramaturgie Ulrike Schumann, Alexander Wunderlich

Prof. Henry Higgins Jan Friedrich Eggers
Eliza Doolittle Susann Vent-Wunderlich
Alfred P. Doolittle, Elizas Vater Genadijus Bergorulko
Oberst Hugh Pickering Thomas Cermak
Freddy Eynsford-Hill Daniel Wagner
Mrs. Eynsford-Hill, Freddys Mutter Kathrin Brauer
Mrs. Pearce, Higgins Hausdame Christina Rohde
Mrs. Higgins, Higgins’ Mutter Heike Hollenberg
Jamie Tobias Rusnak
Harry Silvio Heil
Prof. Zoltan Karpathy Stefan Kreimer
1.Stubenmädchen Kara Kemeny
2. Stubenmädchen Lasarah Sattler
Obsthändler Stefan Kreimer, Ji-Seong Yoo, Eric Vilhelmsson

Opernchor des Theaters Osnabrück
Studierende des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester

PRESSESTIMMEN

„Die Rolle des Phonetikers Henry Higgins streift sich Jan Friedrich Eggers über wie eine zweite Haut: Mit präzisem Timing zieht er für die Figur des misanthropen Frauenfeindes die Register seines breiten Ausdrucksrepertoires. Eiserne Strenge, Jähzorn, unterdrückte Gefühle: Eggers führt Higgins’ zynisches Experiment mit Eliza Doolittle sehr anschaulich vor Augen. Erika Simons wiederum zeigt, dass sich die Partie der Eliza Doolittle hervorragend für eine spielfreudige Opernsängerin eignet. Sie stellt die Metamorphose von der berlinernden Göre zur Lady wunderbar dar, singt bezaubernd. Die Zeit bei Higgins kappt Elizas Wurzeln, in der höheren Gesellschaft kommt sie aber auch nicht an – ihr bleibt der junge Freddy, dessen Naivität Daniel Wagner sehr schön herausarbeitet. Ein Glücksfall für die Inszenierung ist Thomas Cermak als Oberst Pickering: Allein sein Fandango zum ‚Es grünt so grün …‘ ist ein großes Vergnügen. Genadijus Bergorulko poltert und grummelt als Elizas Vater, Christina Rhode gibt Higgins’ Hausdame Mrs. Pearce resolut und mit Spielwitz, und Heike Hollenberg ist als Higgins’ Mutter ein feiner Widerpart zu ihrem ruppigen Sohn. Zur farbigen Musicaltruppe komplettieren Studierende das Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) das Ensemble – die Kooperation von Hochschule und Theater bewährt sich.“ Ralf Döring, Neue Osnabrücker Zeitung, 30.11.2015

„Jan Friedrich Eggers gibt den Akademiker Higgins gesangsdarstellerisch überzeugend als völlig von sich eingenommenen, misanthropen Sprach-Technokraten. […] Das Gegenstück zu dem tragischen Paar Eliza und Higgins bilden der überaus lebendig den jovialen Oberst Pickering gebende Thomas Cermak und Christiane Rohde als Higgins‘ steife Hausdame Mrs. Pearce.“ Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 1.12.2015

„Jede Figur atmet pralles Leben, Details werden geradezu genussvoll ausgespielt, drei Stunden bester Unterhaltung lassen eigentlich keine Musical-und-Operetten-Wünsche offen. Einfach ein guter Stoff! An-Hoon Song dirigiert diese musikalische Sprecherziehung exzellent, er tut das ohne Zügel, mit bestens gestimmten Osnabrücker Symphonikern im Bunde. Marcel Keller inszeniert ohne Schnörkel, steigt nicht auf das didaktische Dach, es dominiert der Spaß – nie oberflächlich und plump. […] Erika Simons Spiel und Gesang ist ein Gedicht, sie überzeugt auf ganzer Linie, ihre Bühnenpräsenz ist großartig. Daniel Wagner als Freddy – verträumt, glaubwürdig. Thomas Cermak als Oberst Pickering – eine Wucht, da grünt die Spielfreude!“ Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 2.12.2015

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