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DER BRAVE SOLDAT SCHWEJK

Uraufführung / Nach einem Roman von Jaroslav Hašek / Nach einer Fassung von David Gieselmann

In einer Bearbeitung von Thomas Dannemann und Ensemble

Die Figur des tschechischen Soldaten Schwejk ist der Inbegriff des gewitzten Schelms, der durch seine Redseligkeit, die Übererfüllung seiner Pflichten und sein unverwüstliches Gemüt die Absurditäten des Ersten Weltkriegs deutlich werden lässt. Mit traumwandlerischer Sicherheit marschiert er von Station zu Station, angefangen bei der Zwangsrekrutierung als Vaterlandsverräter über die verschiedenen Militärgefängnisse und Krankenhäuser, die ihm seine unheilbare Dummheit schriftlich nachweisen, und die verlotterten Heerlager in der Etappe hinter der Front, wo aufgeblasene Offiziere ihre Untergebenen knechten, bis ins eigentliche Kriegsgeschehen an der Ostfront. Überall, wo er ist, legt Schwejk mit entwaffnender Naivität den Finger in die Wunde der grassierenden Missstände. Am Ende wird er trotz aller Anfeindungen durch die Obrigkeit den Krieg unbeschadet überleben, im Gegensatz zu den vielen Toten und Verstümmelten dieses ersten weltumfassenden maschinellen Massakers. 


Passend zum Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs hat David Gieselmann eine neue Fassung des tschechischen Klassikers geschrieben. Schon 2013 verfasste Gieselmann, dessen bekanntestes Stück HERR KOLPERT ein weltweiter Erfolg war, für das Festival SPIELTRIEBE 5 die Komödie DIE PHOBIKER.


Thomas Dannemann, Jahrgang 1968, ist Schauspieler und Regisseur. Er inszenierte unter anderem am Deutschen Theater Göttingen und am Schauspiel Stuttgart, am Schauspiel Hannover, am Residenztheater München und am Deutschen Nationaltheater Weimar. Zuletzt führte er Regie bei MARIA STUART am Staatstheater Dresden. Mit DER BRAVE SOLDAT SCHWEJK stellt er sich dem Osnabrücker Publikum vor.


Die Vorstellung dauert ca. 3 Stunden, eine Pause.


Foto: Kerstin Schomburg

TERMINE & KARTEN

20.11.2018

Di. | 19:30 Uhr

23.11.2018

Fr. | 19:30 Uhr

25.11.2018

So. | 15:00 Uhr

30.11.2018

Fr. | 19:30 Uhr

06.12.2018

Do. | 19:30 Uhr

12.01.2019

Sa. | 19:30 Uhr

20.01.2019

So. | 15:00 Uhr

27.01.2019

So. | 19:30 Uhr

29.01.2019

Di. | 19:30 Uhr

19.03.2019

Di. | 19:30 Uhr

31.03.2019

So. | 19:30 Uhr

16.04.2019

Di. | 19:30 Uhr

24.04.2019

Mi. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Inszenierung Thomas Dannemann
Bühne, Kostüme Justus Saretz
Dramaturgie Jens Peters
Musik Konrad Hempel

Schwejk Stefan Haschke
Otto Katz, Palivec, Oberst Schröder Johannes Bussler / Dietmar Pröll
Lukasch, Verhafteter, Simulant, Wache, Deserteur Philippe Thelen
Bretschneider, Bautze, Wanek, Gendarm, Beamter, Arzt, Melicharek Andreas Möckel
Marek, Braun, Polizist, Beamter, Arzt, Simulant, Wache, Deserteur, Reisender Julius Janosch Schulte
Frau Müller, Barbora, Baloun, Verhaftete, Beamter, Arzt, Simulant, Wache, Schaffner, Alte Frau Juliane Böttger
Oberst von Zillergut, Generalmajor von Schwarzburg, Latrinengeneral, General Fink, Verhafteter Klaus Fischer
Hašek Cornelia Kempers

PRESSESTIMMEN

„Amüsant und leicht grotesk geht es auf der Bühne des Theaters am Domhof zu. […] Ein Feuerwerk kleiner, witziger Regieeinfälle geht auf die Zuschauer nieder. […] Schauspielerische Highlights setzen in der Premiere neben Haschke Dietmar Pröll als knorrig polternder, dabei schon ziemlich schräger Oberst Schröder und Philippe Thelen als Oberleutnant Lukasch. […] Auch Klaus Fischer sorgt für herrlich skurrile Auftritte. […] Eine Inszenierung, in der sich Leichtigkeit und Intelligenz miteinander verbünden.“ – Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung, 7.11.2018

„Stefan Haschke spielt den scheinbar naiven, respektlosen Schwejk hervorragend. […] Bitterböse, zynisch, klamaukig und albern bringt Regisseur Thomas Dannemann den Schwejk auf die Bühne. Eine Tragikomödie, die die Militärmaschinerie völlig lächerlich macht.“ – Birgit Schütte, NDR, 7.11.2018

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