Sie sind hier: Spielplan

Georg Friedrich Händel

Libretto nach Ludovico Ariostos ORLANDO FURIOSO/ In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Orlando kann seine Gefühle nicht beherrschen: Er ist verliebt in die schöne Angelica, der er einst das Leben gerettet hat, und verliert darüber all seine Kraft. Denn Angelica ist bereits einem anderen Mann versprochen. Durch seinen Zwiespalt zwischen Krieg und Liebe, zwischen Mars und Venus, verfällt Orlando zunehmend dem Wahnsinn. Als sich ein Netz aus Verwirrungen, Zurückweisungen und Intrigen immer enger spannt, wird er sogar zum Mörder. Auch seine Gefühlswelt ist ihm zum Schlachtfeld geworden. Hier hilft nur noch die Magie, die der Zauberer Zoroastro verspricht …


Händel hat Orlando und den Gestalten seiner tragikomischen Irrfahrt eine furiose, alle Register barocker Klangwelt ziehende Musik geschrieben. Mit dabei: die wohl erste Wahnsinnsszene der Operngeschichte. Der zur damaligen Zeit weit verbreitete und beim Publikum beliebte Stoff um ORLANDO FURIOSO, zu Deutsch: DER RASENDE ROLAND, fiel Händel genau zur richtigen Zeit in die Hände. Für sein neues Opernunternehmen in London war er auf der Suche nach neuen Wegen in der Opernmusik. Die extremen Gefühlszustände der Figuren inspirierten ihn zu einer seiner fortschrittlichsten und mitreißendsten Kompositionen.


Der junge Regisseur Felix Schrödinger, der zuletzt am Oldenburgischen Staatstheater Offenbachs ORPHEUS IN DER UNTERWELT auf die Bühne gebracht hat, stellt sich mit ORLANDO zum ersten Mal dem Osnabrücker Publikum vor.


Die Vorstellung dauert ca. 3 Stunden, eine Pause.


30 Minuten vor jeder Vorstellung findet eine Einführung im Oberen Foyer statt.


Foto: Kerstin Schomburg

BESETZUNG

Musikalische Leitung Daniel Inbal
Inszenierung Felix Schrödinger
Bühne, Kostüme Josefine Smid
Dramaturgie Christoph Lang

Orlando Antonio Giovannini
Angelica Marysol Schalit
Medoro Katarina Morfa
Dorinda Erika Simons
Zoroastro Genadijus Bergorulko

Osnabrücker Symphonieorchester
Statisterie des Theaters Osnabrück

PRESSESTIMMEN

„Regisseur Felix Schrödinger hat am Theater Osnabrück Georg Friedrich Händels Oper ‚Orlando‘ in die heutige Zeit übersetzt. Das ist ihm sehr überzeugend gelungen. […] Da läuft der Countertenor Antonio Giovannini zur Hochform auf: Er fantasiert, tobt, tänzelt, und er singt dazu famose Koloraturen und bewegende Schmerzensarien. […] Marysol Schalit, wie Giovannini Gast am Theater Osnabrück, singt Angelica mit Goldglanz in der Stimme. Gemeinsam mit der gelungenen Regie wirbt ‚Orlando‘ eindrücklich für mehr Barockoper am Theater Osnabrück.“ – Ralf Döring, Neue Osnabrücker Zeitung, 6.5.2019

„Regisseur Felix Schrödinger hat Georg Friedrich Händels Oper vom Wahnsinn des Ritters Orlando ganz in die Gegenwart verlegt, ihre komischen Seiten betont und damit im Theater am Domhof einen beachtlichen Premierenerfolg erzielt. […] Dass die schwierige Verortung der Handlung in der Gegenwart […] gelingt, ist vor allem der Leistung des Ensembles zu danken. Besonders die Sängerinnen sind gesanglich und darstellerisch lebensvoll und zeitgenössisch.“ – Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 8.5.2019

 „Nicht nur die beschwingt-originelle Lesart des jungen Regisseurs Felix Schrödinger [sorgt] dafür, dass der Abend in purem Jubel endet. […] Originelle Ideen Schrödingers […] und die liebevoll-individuelle Gestaltung der übrigen Parkbesucher durch Josefine Smids Kostüme machen das Barockspektakel zum rundum unterhaltsamen Musiktheaterabend im Hier und Heute. Musiziert wird auf beachtlichem Niveau. […] Im geöffneten Graben hält der Erste Kapellmeister Daniel Inbal die Fäden zusammen, glänzt mit barock-schlankem Strich und freut sich an den opulenten Klangfarben und lässt dieses Barockjuwel wahrlich funkeln. […] Ein großer Musiktheatermoment.“ – Jochen Rüth, Der Opernfreund, 5.5.2019

„Wahnsinnig intensive Inszenierung. […] Dieser rasend irrwitzige, tragikomische ‚Orlando‘ kitzelt die Sinne. […] Der junge Regisseur Felix Schrödinger transformiert mit einer ideenreich-intelligenten Punktlandung Georg Friedrich Händels Barockoper ‚Orlando‘ rund 250 Jahre nach der Uraufführung in die Gefühlswelten des Osnabrücker Premierenpublikums, das im Theater am Domhof großartig agierende Solisten und ein geradezu bezirzend aufspielendes Symphonieorchester minutenlang feierte. […] Medoro, hinreißend verkörpert von Katarina Morfa. […] Wie Erika Simons mit Tönen moduliert und kokettiert, ist ein Genuss, ihre Dorinda ist ausdrucksstark, herrlich naiv und kesser Rock ‘n‘ Roll. […] Barock rockt das Leben!“ – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 8.5.2019

LUST AUF THEATER?

FOLGEN SIE UNS!