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KOMMT EINE WOLKE

Uraufführung / Jens Raschke / 8+

Am Ufer der Nordsee lebte einmal eine alte Frau, Stine mit Namen, mutterseelenallein in einem Häuschen am Rande eines kleinen Dorfes. Sie verbrachte Stunden um Stunden an ihrem Fenster und las die Zeichen der Natur. An einem klirrend kalten Wintertag geschah es nun, dass die Bucht binnen kurzem zufror. Sofort machte sich das ganze Dorf auf die Beine, um auf dem Eis ein Fest zu feiern – alle, bis auf Stine. Die beobachtete lieber das bunte Treiben. Plötzlich entdeckte sie eine kleine Wolke, die aufs Ufer zuschwebte, und erkannte blitzschnell die Bedeutung: Schon in weniger als einer halben Stunde würde ein schwerer Sturm landeinwärts fegen und das Eis aufbrechen lassen, alle Dorfbewohner*innen in den eisigen Fluten ertrinken. Fieberhaft überlegte Stine, wie sie die Feiernden noch rechtzeitig warnen könnte und riss kurzentschlossen ein brennendes Holzscheit aus den Flammen ihres Herdes …


In seinem Auftragswerk für das Theater Osnabrück buchstabiert Jens Raschke (WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE) nicht bloß die Geschichte einer selbstlosen Opferbereitschaft aus, sondern erzählt stattdessen auch von einer unsterblichen Freundschaft zwischen drei Kindern, aber auch davon, wie wichtig es manchmal ist, verzeihen zu können. Auch wenn es schwerfällt. Ramin Anaraki, der schon WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE inszenierte, wird auch die Uraufführung von Raschkes neuestem Stück für das Theater Osnabrück realisieren.


Die Uraufführung wird durch eine großzügige Spende der Franz & Ursula Coppenrath-Stiftung ermöglicht.


Die Vorstellung dauert ca. 1 Stunden, keine Pause.
Fotos: Philipp Hülsmann

BESETZUNG

Inszenierung Ramin Anaraki
Bühne, Kostüme Linda Schnabel
Dramaturgie Jens Peters

Stine  Johanna Franke
Fiete David Krzysteczko
Gonne Soheil Emanuel Boroumand

PRESSESTIMMEN

„Das feinfühlig-magische Oskar-Stück ‚Kommt eine Wolke‘, das Jens Raschke nach einer alten Husumer Nordseesage geschrieben hat, kommt in der Inszenierung von Ramin Anaraki lebhaft und mit leisen Zwischentönen daher. Fantasie, Freundschaft, Fairness – all das wird gelebt! […] Ein spannendes Kammerspiel – für drei Personen. Man spürt förmlich, dass da mit viel Liebe ein eingespieltes Produktionsteam am Werk ist.“ – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 19.9.2018

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