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STADTPROJEKT COURAGE – Nachgespräch zu MUTTER COURAGE

In der Inszenierung von Brechts MUTTER COURAGE am Theater Osnabrück berühren sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Selbst ins Exil getrieben schrieb Brecht zur Zeit der Entfesselung des 2. Weltkrieges; als historischen Spiegel wählte er den 30jährigen Krieg. Dieser gerät heutzutage wieder in den Fokus der Politikwissenschaften und Zeitdiagnostiker. Nicht wenige Parallelen zu heutigen Kriegen und Konflikten im Vorderen und Mittleren Orient drängen sich auf. Die dadurch ausgelösten Migrationsbewegungen stellen uns vor ganz neue Aufgaben und Herausforderungen.

In einem Nachgespräch sollen diese Aspekte der COURAGE-Inszenierung erörtert werden. Prof. Jochen Oltmer, zu dessen Forschungsschwerpunkten die historische Migrationsforschung gehört, wird die Frage nach der Verbindung von Gewalt und Migration in Geschichte und Gegenwart erörtern. Der aus Syrien geflüchtete Schauspieler Ahmad Kiki berichtet von Erfahrungen bei seiner künstlerischen Arbeit hier in Deutschland und gibt Einblicke in die Auseinandersetzung mit dem Stück MUTTER COURAGE und dessen Inszenierung, in der er mitspielt.
Aufgrund der thematischen Nähe soll auch das große Forschungsvorhaben des IMIS über „Kulturproduktion in der Migrationsgesellschaft“ zur Sprache kommen.

Mit: Professor Jochen Oltmer, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und Ahmad Kiki, syrischer Schauspieler, z.Zt. als artist in residence Teil des Schauspielensembles.


Der Eintritt ist frei.

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