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WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?

Edward Albee

Deutsch von Pinkas Braun


Liebe, Hass, Lügen und Alkohol: George, Professor für Geschichte an einem Provinz-College, und seine Frau Martha haben das junge Paar Nick und Süße nach einem offiziellen Fest zu einem nächtlichen Absacker in ihr Haus eingeladen. Doch anstatt einer Cocktail-Stunde zur Beförderung von Nicks akademischer Karriere, wird man zu Zuschauer*innen des fast schon rituell anmutenden Ehekrieges der Älteren. Alkoholpegel und Aggressionslevel steigen, während Martha, die Tochter eines Universitätsprofessors, sich in den immergleichen Vorwürfen – Georges mangelnder Ehrgeiz, seine gescheiterte Karriere – und ihr Mann sich in zynischer Resignation ergeht. Doch in dieser Nacht geht das Spiel unversehens zu weit und fordert mehr als nur ein Opfer …
Seit der New Yorker Uraufführung 1962 gilt Edward Albees preisgekröntes Stück als moderner Klassiker und Schauspielerfest, das die tiefsten Geheimnisse und Verletzungen seiner Protagonist*innen ans Licht zerrt und die Lügen und Abgründe der Beziehungen zugleich als deren Motor zeigt.


Regisseurin Elina Finkel inszeniert u. a. in Oldenburg, Konstanz und Zürich und wurde für Regie und Neuübersetzung von Tschechows DREI SCHWESTERN mit dem Erlangener Theaterpreis ausgezeichnet. Mit WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?, der ‚Mutter aller Zimmerschlachten‘, stellt sie sich erstmals am Theater Osnabrück vor.


Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunden, keine Pause.


Fotos: Uwe Lewandowski

TERMINE & KARTEN

03.11.2019

So. | 19:30 Uhr

19.01.2020

So. | 19:30 Uhr

28.01.2020

Di. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

PRESSESTIMMEN

„Atemberaubend gut. […] Ein richtig starker, unbedingt sehenswerter Schauspielerabend. [...] Die Osnabrücker Schauspieler Monika Vivell und Thomas Kienast, ohnehin Profis in Sachen Bühnenpräsenz, wachsen über sich hinaus an diesem zweistündigen Abend. […] Julius Janosch Schulte spielt den Nick als smarten und ehrgeizigen Biologen […]. Mal reagiert er angewidert auf den vulgären Stil der Älteren, mal spielt er lustvoll und fast zynisch mit. Das psychisch schwächste Glied ist seine Frau, stark gespielt von Katharina Kessler. […] Elina Finkel beschert Osnabrück einen starken Schauspielerabend mit glänzend durchdachter Psycho-Logik.“ – Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung, 27.5.2019

„Rührend in der Traurigkeit, uneinholbar in seinem Witz und seiner Unverschämtheit. […] Dieses Stück […] funktioniert in der unterkühlten Sitzgruppe als ‚Psycho-Rodeo‘ in der Inszenierung von Elina Finkel ganz vorzüglich, die schauspielerischen Leistungen sind atemberaubend. […] Die [Handelnden] toben sich nach allen Regeln der Kunst in einem zweistündigen Mächtigkeitsspringen im Parcours der Bitterkeiten aus. […] Eine traumhafte Besetzung.“ – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 5.6.2019

„Die Freude am bösen Stück und an seinem unvergleichlichen Dialogfeuerwerk entdeckend, folgt er [der Theaterabend] seinen treffenden Gemeinheiten präzise und bietet dem Publikum genau das, was es von Albee will, nämlich Schaudern und Lachen zugleich. […] Überzeugend spielen sich Monika Vivell und Thomas Kienast (als Martha und George) mit den jüngeren Darstellern Julius Janosch Schulte und Katharina Kessler (als Nick und Honey) richtig in Rage, […] sie liefern das Stück vielmehr rhythmisch dicht ab und das Publikum folgt ihnen gebannt.“ – Jan Decker, Junge Welt, 11.6.2019

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