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FALSTAFF

Commedia lirica in drei Akten von Giuseppe Verdi

Libretto von Arrigo Boito nach William Shakespeares DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Sir John Falstaff ist wahrscheinlich der außergewöhnlichste unter Verdis Opernhelden. Ein Ritter von der traurigen Gestalt. Ein Aufschneider, der an chronischer Selbstüberschätzung leidet. Ein Lebemann, der sich den ausschweifenden Lebensstil, den er pflegt, schon längst nicht mehr leisten kann. Für seine letzte Oper wählte Verdi nach MACBETH und OTELLO ein weiteres Mal eine Vorlage von William Shakespeare, diesmal allerdings eine Komödie. 


Verdi und sein Librettist folgen Sir John Falstaff auf einer weiteren kühnen Liebelei. Er hat es gleich auf zwei Damen abgesehen. Sein Pech dabei ist nur, dass sich die beiden Angebeteten – es handelt sich um die verheiratete Alice Ford und ihre Freundin Meg Page – untereinander kennen und den identischen Wortlaut von Falstaffs schmachtenden Liebesbriefen bemerken. Sie wollen es dem in die Jahre gekommenen Schürzenjäger heimzahlen und starten eine Intrige, die am Ende nicht nur Falstaff, sondern auch Alice Ford über die Maßen eifersüchtigen Ehemann bloßstellt. 


Gemeinsam stimmen alle Figuren in die von Verdi als alles mitreißende Fuge komponierte Schlusssentenz ein: „Tutto nel mondo è burla“ (Alles auf Erden ist Spaß) – zugleich eine Art Lebensresümee des großen Verdi. 


Adriana Altaras, die in Osnabrück zuletzt Bizets CARMEN und Verdis RIGOLETTO inszeniert hat, widmet sich nun dem Schlussstein im Schaffen des großen Giuseppe Verdi und einer der besten musikalischen Komödien des Repertoires.


30 Minuten vor jeder Vorstellung findet eine Einführung im Oberen Foyer statt.


Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunden und 40 Minuten – eine Pause nach dem zweiten Akt.


Fotos: Jörg Landsberg

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TERMINE & KARTEN

07.12.2019

Sa. | 19:30 Uhr

21.12.2019

Sa. | 19:30 Uhr

05.01.2020

So. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Adriana Altaras
Bühne Etienne PlussSibylle Pfeiffer
Kostüme Nina Lepilina
Choreinstudierung Sierd Quarré
Dramaturgie Christoph Lang

Sir John Falstaff Rhys Jenkins
Ford Jan Friedrich Eggers
Fenton Daniel Wagner 
Dr. Cajus Mark Hamman
Bardolfo Yohan Kim 
Pistol José Gallisa 
Alice Ford Jessica Rose Cambio
Nannetta Erika Simons 
Mrs. Meg Page Olga Privalova 
Mrs. Quickly Nana Dzidziguri 
Der Wirt vom Gasthaus "Zum Hosenbande" Andreas Schön

Opernchor des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester

PRESSESTIMMEN

„Dass Rhys Jenkins seine Rollen immerzu glaubhaft präsentiert, war dem Osnabrücker Publikum schon vorher bekannt, es war jedoch zu herrlich, ihm im Kilt sein Tänzchen machend zu sehen. […] Mrs. Quickly (Nana Dzidziguri) […] war die große Überraschung des Abends: Die aus Georgien stammende Mezzosopranistin brillierte mit einer warmen, sonoren Tiefe und einer sehr ausbalancierten schönen Stimme. […] An ihrer Seite als Alice ein weiterer Gast: die italo-amerikanische Sopranistin Jessica Rose Cambio, die schauspielerisch ein perfektes Spiel zeigte und mit gestochen scharfem Italienisch belcantistisch auf der Höhe war.“ – Maria Thomzik, Das Opernglas, November 2019

„Mit einem Volltreffer startet das Musiktheater im Theater am Domhof in die neue Spielzeit. In Giuseppe Verdis letzter Oper ‚Falstaff‘ brilliert ein prächtig aufgelegter Rhys Jenkins in der ihm wie auf den Leib geschneiderten Titelrolle. In der witzigen Regie von Adriana Altaras und vorwärtsgetrieben von GMD Andreas Hotz gelingt mit dem ausgewogen gut besetzten Ensemble ein begeisternder Opernabend.“ – Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 1.10.2019

„Man [wird] bestens unterhalten, Langeweile kommt in der turbulenten Inszenierung von Regisseurin Adriana Altaras gewiss nicht auf. Wie beinahe alle großen, männlichen Titelrollen in den letzten Jahren singt Rhys Jenkins den Falstaff, und wie immer tut er das souverän und kraftvoll. […] Die Frauenrollen in dieser Produktion sind mit größtenteils bei uns noch unbekannten Sängerinnen besetzt, Jessica Rose Cambio und Nana Dzidziguri singen als Gäste, Olga Privalova ist neu im Ensemble. […] Als Intrigen spinnendes Trio sind die Damen jedenfalls spitze.“ – Jan Kampmeier, Neue Osnabrücker Zeitung, 30.9.2019

„Das Symphonieorchester Osnabrück [machte], mit dem GMD Andreas Hotz am gestrigen Abend den feinen Esprit und musikalischen Witz des Falstaff in jeder Sekunde hörbar. […] Jessica Rose Cambio ist eine ausgelassene Rose, verfügt über einen in allen Lagen voluminösen Sopran und bringt zu ihrem Rollendebüt eine ansteckende Spielfreude mit, die auf das komplette Ensemble überzuspringen scheint. […] Ebenfalls Gast am Haus ist Nana Dzidziguri, die […] als Mrs. Quickly mit süchtig machendem, tiefgründigem Mezzoklang begeistert. […] Auch hier erweist sich der aus Wales stammende Bariton [Rhys Jenkins] als Allzweckwaffe, reüssiert mit vorzüglichem komödiantischen Talent, sauberer Stimmführung und raumnehmender Darstellung der Titelfigur.“ – Jochen Rüth, Der Opernfreund, 3.10.2019

„Einen Riesenspaß bereitet auch Adriana Altaras' Falstaff-Inszenierung, die schon allein optisch jede Menge her macht. […] Virtuos ihre [Adriana Altaras‘] Personenführung in den zahlreichen Ensembles. […] Und genauso prima wie die Inszenierung ist auch der Gesang! Durchweg und ohne Ausnahme. […] Tolle Rollenporträts mit großen Stimmen. […] Giuseppe Verdis Musik liegt an diesem Abend in besten Händen bei Andreas Hotz. […] Taufrisch klingt es bei Falstaff aus dem Graben, delikat in den unterschiedlichen Farben, füllig, aber nie wuchtig in den Tutti-Passagen. […] Spürbar wird in jedem Moment: hier haben alle Beteiligten großen Spaß an großer Oper. Der Funke der Begeisterung springt unmittelbar auf das Premierenpublikum über: stürmischer Applaus!“ – Christoph Schulte im Walde, theater:pur, Oktober 2019

„Energiebündel Adriana Altaras begeisterte das Ensemble mit ihrer Arbeit und das Premierenpublikum […] in einer temporeichen, hochmusikalischen und darstellerisch beachtlichen Inszenierung. […] Ihre Lesart stellt ‚Falstaff‘ mit viel Humor und ohne Plattitüden mitten ins Leben. […] Besser kann man den ‚Falstaff‘ nicht interpretieren. […] Was für ein Spiel, was für ein Sog, was für eine Kraft! […] Das Osnabrücker Symphonieorchester unter Andreas Hotz zelebriert die Musik Verdis – alle Beteiligten im Graben und im Rampenlicht haben spürbar Spaß. Für Fülle und Action sorgt der fulminante Chor. […] Ein richtig starker Opernabend! […] Herrlich!“ – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 9.10.2019

„Adriana Altaras ist es gelungen, die letzte Verdi-Oper als heiter-beschwingte Boulevardkomödie zu inszenieren. […] Seinen Part meistert er [Rhys Jenkins] mit Bravour, ganz besonders begeistert er aber mal wieder durch seine Wandlungsfähigkeit. […] Mit seinem erdig-kräftigen Bariton, mit dem er selbst die tiefen Lagen exzellent durchdringt, vermag er zu glänzen […] Großartig! […] Als gesanglich starke und äußerst präsente Damenriege erweisen sich Jessica Rose Cambio, Olga Privalova und Nana Dzidziguri. […] Alles auf Erden ist Spaß – und das trifft auf den ‚Falstaff‘ in Osnabrück auf jeden Fall zu, der musikalisch präzise, optisch ansprechend, sehr kurzweilig-amüsant auf die Bühne gebracht wurde.“ – Dominik Lapp, kulturfeder.de, 10.10.2019

„Ein unglaublich unterhaltsamer, lebendiger und kurzweiliger Abend, in dem auch dieser Hauch von Melancholie durchblitzt, den ein Falstaff haben muss. […] Mit hell timbriertem Bariton, der zu wutschnaubenden Eifersuchtsanfällen fähig ist, begeistert Jan Friedrich Eggers als Ford. […] Dem Spielwitz der Alice Ford wird Jessica Rose Cambio mit einem frei ausschwingenden Sopran gerecht. [...] Mit wunderbarer Mimik und einem satten Mezzosopran ist Nana Dzidziguri als Mrs. Quickly eine echte Entdeckung. Bleibt noch Rhys Jenkins, dem die Titelpartie geradezu auf dem Leib geschneidert zu sein scheint. Sein agiler und kräftiger Bariton verströmt genau diesen speziellen Charme, den ein Falstaff versprühen muss und passt zu seinem schelmischen Grinsen. […] Das macht richtig Freude, hier zuzuhören und zuzusehen.“ – Rebecca Hoffmann, O-Ton, 24.10.2019

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