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DER SCHATTEN

Uraufführung / Jüri Reinvere

Libretto vom Komponisten nach Hans Christian Andersen
Auftragswerk des Theaters Osnabrück


Der Este Jüri Reinvere ist neben Arvo Pärt und Erkki-Sven Tüür der führende Komponist Estlands. Neben Komposition studierte er auch Theologie und ist zudem schriftstellerisch tätig. In seinen Werken verwendet er häufig Texte, die er selbst verfasst hat – auch weil ihm die Mitteilsamkeit der Musik ein Anliegen ist. Seit 2005 lebt Reinvere in Deutschland und komponiert für verschiedenste Gattungen und Ensembles, von Kammermusik bis hin zur großen Oper. Seine Musiksprache baut auf den Traditionen seiner Heimat auf und ist doch originell. Dass die Musik etwas zu erzählen hat, ist Reinvere wichtiger als das Bedienen stilistischer Kategorien. Im Januar wurde am Theater Regensburg seine Oper MINONA über Beethovens mutmaßliche Tochter uraufgeführt. In Osnabrück widmet er sich einem düsteren Kunstmärchen von Hans Christian Andersen, das Reinvere selbst für die gleichnamige Oper adaptiert hat: Ein gelehrter Mann verzweifelt an der Welt, die ihm oberflächlich erscheint und der er sich nicht zugehörig fühlt. Da macht sich der Schatten des Mannes selbstständig, vermeintlich um dem Mann zu seinem Glück zu verhelfen. Schließlich verliert der Mann jedoch seinen Schatten, der ein immer stärkeres Eigenleben führt und immer mehr zum Teil der Gesellschaft wird, von der sich der Mann immer weiter entfremdet, bis Mann und Schatten am Ende vollends ihre Rollen tauschen und der Schatten über den Mann triumphiert.


Regisseur Maximilian von Mayenburg, der sich erstmals dem Osnabrücker Publikum präsentiert, inszenierte bereits während seines Studiums eine Kinderversion von Wagners RING bei den Bayreuther Festspielen. Seitdem ist er regelmäßiger Gast an großen und kleinen Opernbühnen und führte u. a. Regie bei der Uraufführung von Gordon Kampes FRANKENSTEIN an der Deutschen Oper Berlin.


BESETZUNG

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Maximilian von Mayenburg
Bühne, Kostüme Tanja Hofmann
Dramaturgie Christoph Lang

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