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Digitales Theater/Zoom

KRIEGERINNEN

Uraufführung / Ron Zimmering

Frauen sind ein integraler Bestandteil der rechtsextremen Szene und sie sind keineswegs untätig: Sie kandidieren für rechtsextreme Parteien, mischen in Kindergärten und Schulen aktiv mit, und planen und unterstützen Anschläge. Das wissen wir spätestens seit den Verbrechen des NSU.


KRIEGERINNEN setzt sich interaktiv über die Plattform Zoom mit genau diesen Frauen auseinander. Einer der zentralen Bausteine der Inszenierung ist daher die Bestseller-Autobiografie EIN DEUTSCHES MÄDCHEN der Aussteigerin Heidi Benneckenstein. Die Autobiografie erzählt von den Widrigkeiten, die einen Ausstieg aus der Neonazi-Szene erschweren. 


Ein weiterer Handlungsstrang besteht aus einer von Theodor Abel zusammengestellten Sammlung von Biogrammen, WARUM ICH NAZI WURDE. Theodor Abel zeichnete sich 1934 verantwortlich für eine Ausschreibung, in der Menschen, die sich als Nationalsozialist*innen identifizierten, möglichst authentisch wiedergeben sollten, wie sie Nazis geworden sind.


Diese Zeitzeugnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart werden konfrontiert mit Interviews, die im Rahmen dieser Inszenierung mit Osnabrücker Expert*innen geführt wurden. Die Expert*innen werden die Zeitzeugnisse hinterfragen und einordnen.


Somit stellt KRIEGERINNEN (inter-)aktiv die Fragen: Was interessiert Frauen daran, sich in einer Szene, die ein traditionelles, konservatives Frauenbild im Geiste des Nationalsozialismus propagiert, zu radikalisieren? Wie profitieren sie davon? Was sagen sie selbst dazu?


Der Hamburger Regisseur Ron Zimmering stellte sein Talent bereits mit Komödien wie BANDSCHEIBENVORFALL oder DIE MITWISSER am Theater Osnabrück unter Beweis. Nun kreiert er mit der Inszenierung KRIEGERINNEN ein interaktives Schauerlebnis für die Plattform Zoom, um mit den Zuschauenden in einen Austausch über das Thema zu treten.


Im Anschluss findet ein Nachgespräch mit Team und Ensemble statt, moderiert von Schauspieldramaturgin Theresa Sophie Leopold.


Tickets erhalten Sie bis zum Tag der Veranstaltung um 18.30 Uhr im Webshop sowie an der Theaterkasse (Di–Fr 11–14 Uhr unter Tel 0541 / 76 000 76 oder karten@theater-osnabrueck.de). Ermäßigte Karten erhalten Sie ausschließlich über die Theaterkasse. Der Zugangslink zur Online-Veranstaltung wird 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn per Mail versandt.
Die Veranstaltung findet über die Videokonferenz-Plattform Zoom statt.
Eine Anleitung für Zoom finden Sie hier. Unsere Datenschutzhinweise zu Zoom finden Sie hier.


Dauer: ca. 90 Minuten, 15 Minuten Pause, im Anschluss: Nachgespräch


Heidi Benneckenstein, so wie viele andere auch, schaffte den Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene nur mithilfe einer Organisation, die diesen Prozess begleitete. Wenn Sie die deutschlandweit größte Aussteigerorganisation, EXIT-Deutschland, mit einer Spende unterstützen wollen, dann besuchen Sie gerne die folgende Seite: https://www.exit-deutschland.de/spenden/


Fotos: Rina Zimmering / Ute Radler


TERMINE & KARTEN

15.06.2021

Di. | 19:30 Uhr

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BESETZUNG

Inszenierung Ron Zimmering
Bühne Ute Radler
Kostüme Benjamin Burgunder
Kamera, Schnitt Rina Zimmering
Dramaturgie Theresa Sophie Leopold
Theaterpädagogische Betreuung/Mitarbeit Interviews Sophia Grüdelbach

Mit Juliane Böttger, Hannah Hupfauer, Hannah Walther

PRESSESTIMMEN

„Experiment geglückt: […] ‚Kriegerinnen‘, die erste nicht nur digitale, sondern auch interaktive Produktion des Osnabrücker Theaters, nähert sich ziemlich mutig und entschieden seinem heißen Thema. Juliane Böttger, Hannah Hupfauer und Hannah Walther meistern ihre Sache als Moderatorinnen oder Spielerinnen des 90-minütigen Abends mit bewundernswerter Präsenz. […] Ron Zimmerings Produktion geht unter die Haut und rüttelt auf, man sollte sie sich nicht entgehen lassen. Sie hat aus der Not digitalen Theaters eine größtmögliche und perfekt inszenierte Tugend gemacht.“ – Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung, 19.4.2021

„Das durchaus riskante Konzept der Präsentation als Zoom-Konferenz funktioniert bei der Osnabrücker Premiere – das Team, das Ensemble, die Expertinnen und Experten kommen tatsächlich ins Gespräch mit uns, in der Aufführung selbst und erst recht danach. Wir reden miteinander.“ – Michael Laages, nachtkritik.de, 16.4.2021

„Das Theater Osnabrück bleibt seinem ausgesprochen politischen Selbstverständnis auch mit der jüngsten Premiere der Schauspielsparte treu. […] Die Regie-Idee Ron Zimmerings ist der ambitionierte Versuch, die coronabedingte Distanz zwischen Bühne und Publikum medial zu überwinden. […] Beachtliche Leistung des Schauspielerinnen-Trios bei der Authentizitäts-Darstellung.“ – Hanns Butterhof, Westfälische Nachrichten, 20.4.2021

„Absolut empfehlenswert! Ron Zimmerings experimentelles Lehrstück geht unter die Haut [...] Ein Riesenkompliment gebührt Juliane Böttger, Hannah Hupfauer und Hannah Walther. Geradezu olympisch bestehen die Schauspielerinnen als Moderatorinnen und Spielerinnen diesen Intensivparcours. [...] Denkanstöße, die über den Abend hinausgehen. Zimmerings Projekt ist mutig, gut recherchiert und wasserdicht. Vor allem wird es zeitgemäß präsentiert – Hut ab!“ – Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 30.5.2021

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