Route Grün

MENSCHEN-VERBESSERER

Lauter Speicher: Dachboden, Gut Leye

Nach langem Leerstand gehört der Laute Speicher zum Kreativquartier im Hafen und stellt für Musiker*innen und Bands dringend benötigte Proberäume zur Verfügung. Das Gut Leye befindet sich seit 1680 im Besitz der Familie Ostman von der Leye. Nach dem Krieg wurde die barocke Gutsanlage lange Zeit als Kinderheim genutzt. Heute kann das Haupthaus für repräsentative Veranstaltungen und Hochzeiten gemietet werden.

Lauter Speicher: Dachboden
Am Speicher 1

Gut Leye
Gut Leye 1

TERMINE & KARTEN

06.09.2019

Fr. | 17:00 Uhr

07.09.2019

Sa. | 17:00 Uhr

08.09.2019

So. | 16:00 Uhr

Auftaktproduktion im Theater am Domhof: Zu Beginn einer jeden Route

DIE MENSCHENFABRIK

Uraufführung / Nach Oskar Panizza

Auf der Suche nach einem Nachtquartier erlebt ein Wanderer Erschütterndes: Das Gebäude, in dem er um Obdach ersucht, wird ihm umstandslos als Menschenfabrik vorgestellt. Doch der freundliche Direktor ist überzeugt von den Vorteilen seines Fabrikats: Auf entbehrliche Attribute wie Willensfreiheit oder Sittlichkeit kann schließlich nur ein Idealist ohne feste kaufmännische Prinzipien bestehen!
Mit Oskar Panizzas 1890 erschienener Kurzgeschichte als Ausgangspunkt entwickelt ein Ensemble aus zwanzig Osnabrücker*innen und vier Schauspieler*innen des Theaters ein Stück, wie das Leben in dieser Stadt in der Zukunft aussehen könnte – persönlich, politisch, utopisch, dystopisch. Wie wird sich der Mensch der Zukunft verändert haben?

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Deutsche Erstaufführung

EIN KÖRPER FÜR JETZT UND HEUTE

Mehdi Moradpour

Elija erfüllt sich einen Traum: Er wird vom Mann zur Frau operiert. Nach der Geschlechtsumwandlung verlässt er sein Heimatland und geht gemeinsam mit Mela und Fanis nach Europa. Elija sucht eine Chirurgin mit Spezialisierung auf Bionik auf, denn er möchte sich erweitern: er will Frau und Mann in einem sein und etwas darüber hinaus …

Mit EIN KÖRPER FÜR JETZT UND HEUTE entwirft der in Teheran geborene und seit 2001 in Deutschland lebende Autor Mehdi Moradpour ein Stück in einer bildstarken und temporeichen Sprache, in dem utopische Sehnsüchte auf harte Gesetze treffen.

Rebekka Bangerter studierte u. a. Theaterregie an der Züricher Hochschule der Künste und ist freischaffende Regisseurin, Autorin und Dramaturgin. Ihre Abschlussinszenierung WOYZECK – ACH, WAS IST DIE WELT SCHÖN wurde zum Theaterfestival „Körber Studio Junge Regie“ eingeladen.

Spielort: Lauter Speicher: Dachboden

Inszenierung Rebekka Bangerter
Bühne, Kostüme Margrit Flagner
Dramaturgie Alexander Wunderlich

Mit Cornelia KempersMonika VivellStefan HaschkeThomas Kienast

Installation

RLQN

Lan Pham

In einer sich selbst überholenden Zeit, in der technische Fortschritte sprinten und Konsumgüter eine minimale Halbwertszeit haben, droht der Mensch sich in der Komplexität seiner technisierten Umgebung zu verlieren. Sehnsüchtig fällt der Blick auf Dinge aus einer Zeit, die man noch verstand: der Walkman, das Telefon mit Drehscheibe, die Floppy-Disc. Welche Kraft haben diese Gegenstände? Welche Emotionen und Ängste lösen sie in uns aus? Sind sie lediglich Überreste einer Ära oder werden sie zu Reliquien einer digitalisierten Welt? Die Installation RLQN erforscht spielerisch das Emotionsspektrum zwischen dem Gefühl technischer Überlegenheit und Versklavung, zwischen Sentimentalität und Zukunftsangst, zwischen der Profanisierung und Sakralisierung der Technik.

Lan Pham studierte von 2013 bis 2018 Szenografie-Kostüm an der Hochschule Hannover und der Kunstakademie in Riga. Sie entwarf bereits verschiedene szenenbildnerische Arbeiten für Kurzfilme, Musikvideos und Theaterstücke

Spielort: Gut Leye

Konzept Lan Pham
Dramaturgie Birga Ipsen
Sound Hussein Al-Dabash

Uraufführung / Performance

DAYDREAMS AND NIGHTSCREAMS - 10 Steps to succeed in sleep

BR*OTHER ISSUES

Willkommen im Schlaflabor von BR*OTHER ISSUES! Mit ihren 10 STEPS TO SUCCEED IN SLEEP haben die zwei Brüder Johannes und Moritz ein Seminar über ihre 10 Schritte zur positiven und nachhaltigen Regeneration entwickelt. Die selbsternannten Experten arbeiten sich darin aneinander und an den Bedürfnissen des Publikums ab: Was bedeutet Schlaf für den Einzelnen und eine Gesellschaft, sowohl metaphorisch als auch faktisch? Bis wohin können wir die Selbstoptimierung treiben? Ist das Reich der Träume nicht der Ort, an dem noch alles möglich ist? Der letzte Ort ganz allein bei sich zu sein?

BR*OTHER ISSUES: Das sind Johannes von Dassel und Moritz Sauer, ein biologisch unverwandtes Zwillingspaar. In ihren Performances loten sie humorvoll provokant die Schnittstellen zwischen der eigenen Biografie und der Theorie aus.

Spielort: Gut Leye

Inszenierung BR*OTHER ISSUES
Bühne, Kostüme Lan Pham
Dramaturgie Theresa Sophie Leopold

Mit BR*OTHER ISSUES

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