Route Lila

INFERNALE KUNST

Gut Leye, Lauter Speicher: Erdgeschoss

Das Gut Leye befindet sich seit 1680 im Besitz der Familie Ostman von der Leye. Nach dem Krieg wurde die barocke Gutsanlage zunächst kurzzeitig vom britischen Militär annektiert und schließlich (nach dessen Abzug) an den Bischöflichen Stuhl von Osnabrück verpachtet. Das Haupthaus wurde in dieser Zeit als Kinderheim genutzt, während die Familie den Westflügel bezog. Heute kann es für repräsentative Veranstaltungen und Hochzeiten gemietet werden. Der Laute Speicher ist einer der ehemals fünf baugleichen Speicher, die in den 30er Jahren entstanden sind und die Versorgung des Heeres und der Bevölkerung gewährleisten sollten. In den 80ern wurde ein Speicher vom englischen Militär abgerissen, zwei weitere wurden 2016 im Auftrag der Stadt Osnabrück abgerissen. Seit März 2019 wird der Laute Speicher von Musiker*innen und Bands als Probenraum genutzt.

Gut Leye
Gut Leye 1

Lauter Speicher: Dachboden
Am Speicher 1

Route Lila – INFERNALE KUNST

Videoteaser


Auftaktproduktion im Theater am Domhof: Zu Beginn einer jeden Route

DIE MENSCHENFABRIK

Uraufführung / Nach Oskar Panizza

Auf der Suche nach einem Nachtquartier erlebt ein Wanderer Erschütterndes: Das Gebäude, in dem er um Obdach ersucht, wird ihm umstandslos als Menschenfabrik vorgestellt. Doch der freundliche Direktor ist überzeugt von den Vorteilen seines Fabrikats: Auf entbehrliche Attribute wie Willensfreiheit oder Sittlichkeit kann schließlich nur ein Idealist ohne feste kaufmännische Prinzipien bestehen!
Mit Oskar Panizzas 1890 erschienener Kurzgeschichte als Ausgangspunkt entwickelt ein Ensemble aus zwanzig Osnabrücker*innen und vier Schauspieler*innen des Theaters ein Stück, wie das Leben in dieser Stadt in der Zukunft aussehen könnte – persönlich, politisch, utopisch, dystopisch. Wie wird sich der Mensch der Zukunft verändert haben?

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Uraufführung / Performance

DAYDREAMS AND NIGHTSCREAMS - 10 Steps to succeed in sleep

BR*OTHER ISSUES

Willkommen im Schlaflabor von BR*OTHER ISSUES! Mit ihren 10 STEPS TO SUCCEED IN SLEEP haben die zwei Brüder Johannes und Moritz ein Seminar über ihre 10 Schritte zur positiven und nachhaltigen Regeneration entwickelt. Die selbsternannten Experten arbeiten sich darin aneinander und an den Bedürfnissen des Publikums ab: Was bedeutet Schlaf für den Einzelnen und eine Gesellschaft, sowohl metaphorisch als auch faktisch? Bis wohin können wir die Selbstoptimierung treiben? Ist das Reich der Träume nicht der Ort, an dem noch alles möglich ist? Der letzte Ort ganz allein bei sich zu sein?

BR*OTHER ISSUES: Das sind Johannes von Dassel und Moritz Sauer, ein biologisch unverwandtes Zwillingspaar. In ihren Performances loten sie humorvoll provokant die Schnittstellen zwischen der eigenen Biografie und der Theorie aus.

Spielort: Gut Leye

Inszenierung BR*OTHER ISSUES
Bühne, Kostüme Lan Pham
Dramaturgie Theresa Sophie Leopold

Mit BR*OTHER ISSUES

Deutschsprachige Erstaufführung

NYOTAIMORI

Sarah Berthiaume

Deutsch von Frank Weigand

Sarah Berthiaumes 2018 in Montréal uraufgeführtes Stück führt uns mit viel Witz und Gespür für Absurditäten die „schöne neue Welt“ der Arbeit vor. Im Zentrum steht die junge Journalistin Maude als Personifizierung der stetigen Verflüssigung der Erwerbsarbeit. Auf der einen Seite ist sie kreativ, selbstbestimmt und motiviert – auf der anderen Seite aber fühlt sie sich entfremdet, ohne Privatleben und dem ständigen Risiko des Scheiterns ausgesetzt. Bei der Recherche für ihr Dossier über Berufe der Zukunft wird sie tiefer und tiefer in die totgeschwiegenen Randbereiche der Arbeitswelt gezogen. Und je mehr sie eintaucht in diese Schicksale, umso skurriler wird ihr eigenes Leben.

Anna Werner schaffte den Einstieg in die deutsche Regielandschaft über Assistenzen am Theater Osnabrück und am Schauspielhaus Hamburg. Mittlerweile inszeniert sie an unterschiedlichen Häusern und ist für ihre zugleich leichtherzige und tiefgründige Regiearbeit bekannt.

Spielort: Lauter Speicher: Erdgeschoss
Übernahme in den Spielplan

Inszenierung Anna Werner
Bühne, Kostüme Margrit Flagner
Dramaturgie Jens Peters
Musik Hans Könnecke

Mit Christina Dom, Denise MattheyPhilippe Thelen

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