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Route Rot

GOTTES KONKURRENZ

Liebfrauen-Kirche, Duni

Die Liebfrauen-Kirche wurde 1923 nach den Plänen des Osnabrücker Architekten A. Feldwisch in neuromanischem Stil erbaut. Die gerade erst abgeschlossene Innensanierung lässt die Liebfrauen-Kirche wieder neu aufblühen. Seit September 2010 nutzt die schwedische Firma Duni das ehemalige IhrPlatz-Gebäude als Lagerhalle. Duni ist ein internationaler Anbieter von Tischdekor und Take-Away-Lösungen und deckt ein Kundenspektrum von Hotels, Cateringbetrieben bis hin zum Einzelhandel ab. Der Name der Firma leitet sich von dem schwedischen Wort „dun“ ab und bedeutet Daune.

Liebfrauen-Kirche
Die Eversburg 30

Duni
Atterstraße 72

Route Rot – GOTTES KONKURRENZ

Videoteaser


Auftaktproduktion im Theater am Domhof: Zu Beginn einer jeden Route

DIE MENSCHENFABRIK

Uraufführung / Nach Oskar Panizza

Auf der Suche nach einem Nachtquartier erlebt ein Wanderer Erschütterndes: Das Gebäude, in dem er um Obdach ersucht, wird ihm umstandslos als Menschenfabrik vorgestellt. Doch der freundliche Direktor ist überzeugt von den Vorteilen seines Fabrikats: Auf entbehrliche Attribute wie Willensfreiheit oder Sittlichkeit kann schließlich nur ein Idealist ohne feste kaufmännische Prinzipien bestehen!
Mit Oskar Panizzas 1890 erschienener Kurzgeschichte als Ausgangspunkt entwickelt ein Ensemble aus zwanzig Osnabrücker*innen und vier Schauspieler*innen des Theaters ein Stück, wie das Leben in dieser Stadt in der Zukunft aussehen könnte – persönlich, politisch, utopisch, dystopisch. Wie wird sich der Mensch der Zukunft verändert haben?

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Uraufführung / Tanzprojekt

Tabula Rasa

Mariachiara di Cosimo, Mauro de Candia

Maschinen, Computer, Roboter, digitale Technologien können immer wieder auf null zurückgesetzt werden, sozusagen in den Leer- oder Ausgangszustand. Die Start- und Re-start- oder Re-set-Taste gehören zum Funktionssystem technischer Programme, um bei Totalstörungen wieder von vorne beginnen zu können. Was passiert aber mit dem Menschen, der eine immer engere Verbindung mit Technik und Technologie eingegangen ist, wenn plötzlich digitale Codierungen und Schaltungen versagen? Lässt sich das humane System, mit dem technologisch-digitalen zunehmend gleichgeschaltet, auf null zurücksetzen? In den Zustand der tabula rasa? Ausgehend vom Bewegungssystem des Menschen stellt das Tanzstück TABULA RASA diese Fragen.

Mauro de Candia ist seit 2012 künstlerischer Leiter der Dance Company des Theaters Osnabrück und wird zudem als Gastchoreograf von internationalen Häusern engagiert.

Spielort: Liebfrauen-Kirche

Musikalische Leitung Sierd Quarré
Musik Mariachiara di Cosimo
Choreografie, Bühne, Kostüme Mauro de Candia
Dramaturgie Patricia Stöckemann

Mit Dance Company des Theaters Osnabrück, Osnabrücker Symphonieorchester

Installation

Wir lassen () vorbei

Yi-Jou Chuang

Wir bekommen jeden Tag massenhaft Informationen und Nachrichten durch Medien. Ein paar davon sind wahr, ein paar nicht. Welche Information ist wichtig? Welche ist echt? Welche teilen Sie mit anderen? Zu welcher schreiben Sie einen Kommentar? Woher kommt diese Information, kommt sie zu uns mit einem bestimmten Hintergrund, vielleicht wird mit ihr eine Absicht verfolgt? Wohin bringt die Nachricht uns? In der Installation können Sie ein Spiel mit anderen Gästen zusammen erleben. Sie teilen mit ihnen in diesem Moment die unterschiedlichsten Nachrichten, Geschichten und Kommentare. Es geht um eine Internet-Bewegung: runterladen, lesen, teilen und dann nachschauen, was an uns vorbeiläuft.

Yi-Jou Chuang machte ihren Bachelor in Malerei an der National Taiwan University of Arts und studiert nun den Masterstudiengang Bühnenraum an der HfBK in Hamburg. Mit ihren interaktiven Bühnenbildern ist sie als Szenografin in der Hamburger Performance-Szene sehr gefragt.

Spielort: Duni: Halle 2

Konzept Yi-Jou Chuang
Dramaturgie Karin Nissen-Rizvani, Marie Senf

Uraufführung / Konzert-Installation

DER ALTE TRAUM

Tingting Pang

Von Anbeginn der Zeiten liegt es in der Natur des Menschen, seine Grenzen zu erschließen und auszuweiten. Angefangen vom Turmbau zu Babel bis hin zu aktuellen moralisch-ethischen Debatten wurde und wird immer wieder versucht, unüberwindbar scheinende Hürden zu bezwingen. Ist es Hybris Einzelner oder Folge urmenschlicher Neugier? Die Konzert-Installation DER ALTE TRAUM befasst sich mit diesem Themenkomplex und setzt so einen Rahmen für die anschließend stattfindende Oper DAS EBENBILD.

Haitham Assem Tantawy arbeitet international als Regisseur für Musiktheater, Komponist, Schauspieler und Schauspiel-Coach. Seine Arbeiten zeichnen sich besonders durch seine vielschichtige Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen und deren Schnittstellen aus.

Spielort Duni: Halle 1

Musikalische Leitung An-Hoon Song
Inszenierung Haitham Assem Tantawy
Bühne, Kostüme Sonia Hilpert
Dramaturgie Christoph Lang

Mit Heike Hollenberg, Chihiro Meier-Tejima; Ulrich Enbergs, Mario Lee, Osnabrücker Symphonieorchester

Uraufführung / Musiktheater

DAS EBENBILD

Kyungjin Lim

Libretto Haitham Assem Tantawy, Christoph Lang

Eine Schlagzeile aus dem Jahr 2017: Chinesischen Forschern ist es erstmals gelungen, Menschenaffen zu klonen. Durch die enge genetische Verwandtschaft von Affen zu Menschen scheint der nächste konsequente Schritt nun das reproduktive Klonen von Menschen, das technisch bereits möglich ist. Doch der wissenschaftliche Fortschritt ist nicht ohne Makel: Wo liegen moralische Grenzen der Forschung? Wer legt diese fest? Diesen Fragen widmet sich die Oper DAS EBENBILD, die im Rahmen von SPIELTRIEBE 8 uraufgeführt wird.

Spielort Duni: Halle 1

Musikalische Leitung Markus Lafleur
Inszenierung Haitham Assem Tantawy
Bühne, Kostüme Sonia Hilpert
Dramaturgie Christoph Lang

Mit Heike Hollenberg, Chihiro Meier-Tejima, Susann Vent-WunderlichHans-Hermann Ehrich, Ulrich Enbergs, Hans Gröning, Mario Lee, Osnabrücker Symphonieorchester

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