Wiederentdeckung des Jahres 2018

ANTIGONA

Kommentar und Ausschnitte der Oper von Tommaso Traetta

In unsere Reihe der besonderen Opernraritäten gehört die Produktion ANTIGONA von Tommaso Traetta (1727–1779), an die sich Produktionsdramaturg Alexander Wunderlich gemeinsam mit Regisseur Floris Visser gerne zurückerinnert. Es war eine Koproduktion zwischen dem Theater Osnabrück und der niederländischen Opera Trionfo, mit Vorstellungen sowohl in Osnabrück als auch in neun niederländischen Städten, darunter Amsterdam, Den Haag und Maastricht.

Der heute unbekannte Komponist Tommaso Traetta gehörte im 18. Jahrhundert zu den angesehensten Opernkomponisten, die maßgeblich an der Entwicklung der Reformoper beteiligt waren. Seine Werke sollen wohl den großen Opernreformator Christoph Willibald Gluck als auch den jungen Wolfgang Amadeus Mozart inspiriert haben. Leider sind von Traettas ungefähr vierzig Opern nur sehr wenige erhalten. ANTIGONA wurde Traettas bedeutendste Oper, die er 1772 am Hofe von Katharina der Großen in St. Petersburg komponierte. Marco Coltellini verfasste das Libretto auf Grundlage der griechischen Tragödie ANTIGONE von Sophokles. Coltellini hat Sophokles Stück für seine Zeit und in Anbetracht der Tatsache, dass es ein Auftragswerk der Zarin gewesen ist, bearbeitet und ein lieto fine, ein sogenanntes „Happy-End“ verliehen. Regisseur Floris Visser beschreibt in unserem Videobeitrag im Gespräch mit Alexander Wunderlich seine Sicht von heute auf den Umgang mit dem Ende dieser Tragödie.


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„Die Brüder kämpfen um die Krone von Theben – ein Kampf, der für beide tödlich ausgeht. Kevin Ruijters und Kenneth Gérard zeigen das anschaulich, doch mehr Tragödie tobt im Orchestergraben. Von der Ouvertüre an arbeiten das Osnabrücker Symphonieorchester und Chefdirigent Andreas Hotz heraus, welche Stürme hier toben und wie hoch die Emotionen kochen. Dem Orchester gebührt dafür großes Lob: Im historisch aufgerauten Klanggewand, mit funkelnden Akzenten und in kräftigen Farben verortet es Traetta goldrichtig zwischen Barock und Mozart."
Ralf Döring, Neue Osnabrücker Zeitung, 21.1.2018

 

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Floris Visser
Bühne, Kostüme Dieuweke van Reij
Mitarbeit Bühne, Kostüme Margrit Flagner
Lichtdesign Alex Brok
Choreinstudierung Markus Lafleur
Dramaturgie Alexander Wunderlich

Antigona Erika Simons
Ismene Lina Liu
Creonte Christian Damsgaard
Emone Katarina Morfa
Adrasto Daniel Wagner
Polinice Kevin Ruijters
Eteocle 
Kenneth Gérard
Soldaten
 Statisterie


Damen- und Herrenchor des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester

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