BEETHOVENS NEUNTE

Tanzabend von Mauro de Candia

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Heute, am 31. März, hätte Mauro de Candias Tanzabend BEETHOVENS NEUNTE in der Klaviertranskription von Franz Liszt Wiederaufnahme-Premiere gehabt. Wir geben Ihnen dennoch einen Einblick in den tänzerisch-choreografischen Dialog mit dem wohl populärsten Werk der klassischen Musik – zu erleben mit der Dance Company und der Pianistin Nami Ejiri.

Die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven (1770-1827) wurde 1824 in Wien uraufgeführt. Als so genannte Sinfoniekantate mit dem Finalsatz zu Friedrich Schillers Gedicht AN DIE FREUDE stellt das Werk eine Zäsur in der Musikgeschichte dar und beeinflusste Generationen von Komponisten. Mit der Vertonung der Ode AN DIE FREUDE hat Beethoven seine eigene humanistische Utopie formuliert: das Streben nach weltumspannender Freiheit und Brüderlichkeit, in Vernunft und in Freude.


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Video: Leonardo Centi

Mauro de Candia wählte für seine choreografische Fassung der 9. Sinfonie statt der Orchesterfassung mit Chor und Gesangssolisten die Klaviertranskription von Franz Liszt (1811-1886). Liszt, international gefeierter Klaviervirtuose und Komponist, hatte mit seinen brillanten Klavierbearbeitungen den Sinfonien Beethovens den Weg zu Musikkreisen weiter öffnen wollen. Die Transkription der ersten drei Sätze der 9. Sinfonie erstellte er in den Jahren 1863/64, das Finale folgte 1865.

Ein weiterer Ausgangspunkt des Tanzabends war das Schaffen des bildendenden Künstlers Rudolf Englert (1921-1989), der im Osnabrücker Landkreis lebte und arbeitete. Als „Schlaufe“ bezeichnete Englert die spiralförmige Bewegung seiner dynamischen Grundform. Er variierte sie wie „Noten“ als große Einzelform oder in unendlicher Reihung immer wieder neu und brachte sie zum „Klingen“. De Candia griff sie als Botschaft auf und überführte sie assoziativ in sein Bühnen- und Kostümbild der 9. Sinfonie.

Die Neue Osnabrücker Zeitung schrieb nach der Premiere im Oktober 2018: „Berauschender Tanz der Noten. So viel klar strukturierte Schönheit und variantenreiche Bewegungsarchitektur hat Tanzchef Mauro de Candia wohl noch nie in einem Tanzabend vereint.“

Musik 9. Sinfonie d-Moll op. 125 von Ludwig van Beethoven, Transkription für Klavier von Franz Liszt
Choreografie Mauro de Candia
Klavier Nami Ejiri
Bühne/Kostüme nach Motiven von Rudolf Englert, Mauro de Candia / Margrit Flagner
Choreografische Assistenz Leonardo Centi
Dramaturgie Patricia Stöckemann

Mit Elena Ballestracci, Cristina Commisso, Ayaka Kamei, Marine Sanchez Egasse, Ana Torre, Rosa Wijsman; Ohad Caspi, Neven Del Canto, Lennart Huysentruyt, Hampus Larsson, Yi-Chi Lee, Luka Ostrez

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