Making-of

GISELLE

Tanzabend von Mauro de Candia

Teil 2 - Verrat und Freiheit

Der nun folgende zweite Teil des Making-ofs von GISELLE – erstellt von unserem Trainings- und Probenleiter Leonardo Centi – gibt einen weiteren Einblick in Mauro de Candias choreografisch-konzeptionelle Neufassung des Ballettklassikers. Am 15. Februar 2020 feierte dieser Tanzabend mit der Dance Company und dem Osnabrücker Symphonieorchester unter der musikalischen Leitung von Daniel Inbal Premiere. Da ahnte noch niemand, dass einen Monat später der Spielbetrieb eingestellt wird.


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Teil 1 - Die Rollen

Als GISELLE in der choreografisch-konzeptionellen Neufassung von Mauro de Candia am 15. Februar 2020 Premiere feierte, ahnte niemand, dass einen Monat später der Spielbetrieb eingestellt wird. Zwei weitere Vorstellungen konnten die Zuschauer*innen mit der Dance Company und dem Osnabrücker Symphonieorchester unter der musikalischen Leitung von Daniel Inbal noch erleben. Dann war Schluss. Ein zweiteiliges Making-of aus Interviews und Bühnenproben, erstellt von unserem Trainings- und Probenleiter Leonardo Centi, gibt nun einen besonderen Einblick in diesen Tanzabend.


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1841 in Paris uraufgeführt, gehört GISELLE zu einem der Schlüsselwerke des romantischen Balletts und befindet sich bis heute im Repertoire großer Tanzkompanien.
Im Kern der Geschichte geht es um das Bauernmädchen Giselle, das sich in den als Bauer verkleideten Herzog Albrecht verliebt. Giselle glaubt an die Beteuerung seiner Liebe, bis sie erkennen muss, dass Albert standesgemäß verlobt ist und sie betrogen hat. Sie nimmt sich daraufhin das Leben. Erst im Reich der Wilis, jener Geisterwesen, die des Nachts ihre Gräber verlassen, finden Giselle und Albrecht kurzfristig, unter dem Zeichen des Todes, zusammen.

Mauro de Candia konfrontiert sich in seiner choreografisch-konzeptionellen Neufassung mit der originalen Erzählung des Balletts und konzentriert sich auf die vier Hauptfiguren des Stücks, die alle in einer (emotionalen) Verbindung zu einander stehen: Giselle, Bathilde, Albrecht, Hilarion. Erstmals gibt er auch Bathilde und Hilarion im Beziehungsgeflecht der vier Protagonisten und ihres Freundeskreises eine eigene Stimme und Kontur und schreibt sie damit tiefer in die Erzählung des Stoffes ein. Und er verzichtet auf die Wilis, holt sie stattdessen als Geisterwesen ins konkret Menschliche zurück und lässt sie ihre Emotionen und Konflikte auf der Erde austragen. Die Frauen im 19. Jahrhundert, die mit ihren Verletzungen und Rachegefühlen noch als Wilis ins Jenseits ausgegliedert werden mussten – weil auf Erden rechtelos und dem Mann untergeordnet – können heutzutage für ihre Rechte und Gerechtigkeit im Diesseits einstehen und sich wehren.
Geblieben aber sind die universellen Gefühle und Zustände von Liebe, Eifersucht, Leidenschaft, Hoffnung, Verrat oder Wut. 

Choreografie Mauro de Candia 
Musikalische Leitung Daniel Inbal
Bühne, Kostüme
Mauro de Candia

Choreografische Assistenz Leonardo Centi 
Dramaturgie Patricia Stöckemann

Tänzer*innen Teresa Vega Alcázar Díaz, Ayaka Kamei, Gabriella Lemma, Laura Martín Rey, Marine Sanchez Egasse (Giselle), Ana Torre (Bathilde); Petr Buchenkov, Neven Del Canto (Hilarion), Riccardo Maria Detogni, Hampus Larsson (Albrecht), Tiziano Pilloni (als Gast), Yi Yu

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