Wiederentdeckung des Jahres 2019

GUERCŒUR

Kommentierte Ausschnitte der Ausnahme-Oper von Albéric Magnard

Albéric Magnards GUERCŒUR erlebte in der vergangenen Saison eine umjubelte Deutsche Erstaufführung am Theater Osnabrück. Sehen Sie hier kommentierte Ausschnitte aus der Produktion, die in der Kritikerumfrage der Opernwelt als „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Die aktuellen Umstände ermöglichen es uns zwar nicht, für Sie zu spielen, aber wir zeigen Ihnen gerne Highlights der vergangenen Spielzeiten. In den folgenden Wochen werden wir Ihnen immer wieder ausgewählte Produktionen in Ausschnitten vorstellen, um somit möglichst viele schöne Erinnerungen zu wecken – bei Ihnen und bei uns. 


Sie müssen die Vimeo-Einstellungen anpassen, damit das Video angezeigt wird.

Vimeo-Einstellungen anpassen

Eine Vielzahl selten gespielter Opern jenseits des Kernrepertoires harrt noch ihrer Wiederentdeckung, da zahlreiche Komponisten aus verschiedensten Gründen in Vergessenheit geraten sind. Vielen davon widmete sich das Theater Osnabrück in den vergangenen Jahren, u. a. Albéric Magnard. Die Produktion seiner großen Oper GUERCŒUR aus der vergangenen Spielzeit stieß auf ein begeistertes Echo bei Publikum und Kritik. Neben der Auszeichnung als „Wiederentdeckung des Jahres“ erhielt sie eine Nominierung bei den International Opera Awards. Der tote Guercœur bittet im Jenseits darum, wieder auf die Erde gelassen zu werden. Der Wunsch wird ihm gewährt, doch in seiner ehemaligen Welt haben sich einige Dinge verändert: Seine Frau hat einen neuen Geliebten, seinen Schüler Heurtal, der sich anschickt, all seine Errungenschaften zunichte zu machen und sich zum Diktator ausrufen zu lassen.

Dirk Schmeding und sein Team widmen sich sowohl den großen überzeitlichen Fragen nach Leben und Tod, als auch den gesellschaftlichen Parallelen zur heutigen Zeit, in der Autokraten wieder auf dem Vormarsch sind. Eine Wiederaufnahme der Produktion ist für Mai 2021 geplant.

„Ein ambitioniertes Unterfangen für ein vergleichsweise kleines Haus wie das Osnabrücker Theater, als gleichsam musiktheaterarchäologisches Projekt aber auch eine wirkliche Chance. Regisseur Schmeding, Dirigent Andreas Hotz und das Ensemble wissen sie mit [...] beeindruckendem Zugriff zu nutzen. [...] Hier ist die Wiederentdeckung eines großen, faszinierenden Werkes gelungen, das hoffentlich nicht weitere 88 Jahre auf seine nächste Inszenierung warten muss.“
Alexander Menden, Süddeutsche Zeitung, 25.6.2019

 

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Dirk Schmeding
Bühne Martina Segna
Kostüme Frank Lichtenberg
Video Roman Kuskowski
Choreinstudierung Sierd Quarré
Dramaturgie Christoph Lang

Vérité Lina Liu
Bonté, L’ombre d’une femme Katarina Morfa
Beauté, L’ombre d’une vierge Erika Simons
Souffrance Nana Dzidziguri
L’ombre d’un poète Daniel Wagner
Guercœur Rhys Jenkins
Heurtal Costa Latsos
Giselle Susann Vent-Wunderlich

Opernchor und Extrachor des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester
Statisterie des Theater Osnabrück

FOLGEN SIE UNS!