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MUSIKALISCHE GRÜSSE

Die Musiker*innen des Osnabrücker Symphonieorchesters spielen für Sie weiter

SPIEGEL IM SPIEGEL

Was machen Musikerfamilien in Zeiten von Corona? Natürlich Hausmusik. Unser erster Kapellmeister Daniel Inbal etwa hat mit seiner Frau und den drei Töchtern das Stück SPIEGEL IM SPIEGEL von Arvo Pärt erarbeitet. 

Der estnische Komponist Arvo Pärt ist bekannt für seinen Stil der neuen Einfachheit. Häufig verwendet er in seinen Kompositionen sehr schlichtes Material und verarbeitet dieses sehr kunstvoll. „Ich habe entdeckt, dass es genügt, wenn ein einziger Ton schön gespielt wird. Dieser Ton, die Stille oder das Schweigen beruhigen mich. Ich arbeite mit wenig Material, mit einer Stimme, mit zwei Stimmen. Ich baue aus primitivem Stoff, aus einem Dreiklang, einer bestimmten Tonqualität. Die drei Klänge eines Dreiklangs wirken glockenähnlich. So habe ich es „Tintinnabuli“ (deutsch: Glöckchen) genannt.“ So Pärt über den von ihm geprägten Tintinnabuli-Stil, in dem auch SPIEGEL IM SPIEGEL gehalten ist. Klavier und ein Solo-Steichinstrument kreisen in dem achtminütigen Werk ganz um den F-Dur-Akkord, wobei Pärt die Komposition nach geradezu mathematischen Prinzipien konstruiert hat: In beiden Stimmen gibt es Spiegelachsen und symmetrische Strukturen, die aufeinander bezogen sind. 

Sowohl Daniel Inbal als auch seine Frau Kathrin Bogensberger hatten im Lauf dieser Spielzeit unabhängig voneinander mit diesem Stück zu tun. Sie spielte den Cellopart bei Konzerten mit der Pianistin Tatiana Liakh in Osnabrück, er dirigierte einen Tanzabend am Grand Théâtre in Genf, in dem auch Kammermusik gespielt wurde, unter anderem SPIEGEL IM SPIEGEL mit Daniel Inbal am Klavier. Nun widmete sich die ganze Familie dem Werk im Homeoffice: Bei den glockenhaften Einzeltönen in den extremen Lagen des Klaviers halfen die Töchter Nuria und Yael. Die dritte Tochter Noemi setzte das Hauskonzert mit der Kamera ins richtige Bild.


OBSESSION SONATE von Eugène Ysaye

Ein musikalischer Ostergruß von Konzertmeister Michal Majersky

Michal Majersky, der Konzertmeister des Osnabrücker Symphonieorchesters, sendet Ihnen einen musikalischen Ostergruß von Eugène Ysaye.

Schon fast einen Monat ist es her, dass zuletzt in den Mauern des Theaters getanzt, gespielt oder musiziert worden ist. Heute erweckt unser Konzertmeister Michal Majersky die Mauern unseres Theaters wieder zum Leben mit seiner Geige. Dafür hat er sich ein besonderes Stück ausgesucht - die OBSESSION SONATE des belgischen Ausnahmegeigers Eugène Ysaye. Jeder Satz wird an einem anderen Ort im Theater vorgetragen. Der 1.Satz PRELUDE OBSESSION mit J.S. BACHS Motiven aus seiner E-DUR SOLOPARTITA im Oberen Foyer des Theaters. Der 2.Satz MELANCHOLIE im Zuschauerraum des Theaters. Der 3.Satz TANZ DER SCHATTEN im Tanzsaal und der 4.Satz DIE FURIEN im Orchesterstudio.

Viel Freude beim Zuhören!


Wohnzimmerkonzert statt Konzertsaal

BACHS VIOLINKONZERT FÜR XYLOPHON

Ein musikalischer Gruß von Leonard Weiss

Wenn nicht im Orchesterstudio oder dem Konzertsaal, so wird doch in den eigenen vier Wänden fleißig weiter musiziert. Leonard Weiss, seit August 2019 Stellvertretender Solo-Pauker im Osnabrücker Symphonieorchester, freut sich über den glücklichen Umstand, dass zu seinem Haushalt auch ein Pianist zählt. Gemeinsam mit Nils Borggrefe spielt er den ersten Satz aus Johann Sebastian Bachs bekanntem Violinkonzert in E-Dur BWV 1042 in einer Bearbeitung für Xylophon, welche den figurativen Solopart klar herausstellt.


GRUSS AUS DEM HOMEOFFICE VOM GMD

Andreas Hotz, GMD der Städtischen Bühnen Osnabrück, lässt es sich nicht nehmen, mit einigen persönlichen Worten die Online-Spielzeit des Theaters Osnabrück zu starten. Er repräsentiert dabei die Sparten Musiktheater und Konzert.

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