OPER IN VIER AKTEN VON GIUSEPPE VERDI

Don Carlo

Oper · Theater am Domhof
Premiere 08.10.2022

Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle nach

Friedrich Schillers „Don Karlos“
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

1560: Kriege drohen Europa zu zerreißen. Die Niederlande erheben sich gegen die spanische Krone und für ihre Unabhängigkeit. Achtzig Jahre dauerten die Kämpfe an, bis schließlich Spanien die Autonomie der nördlichen Niederlande 1648 im Westfälischen Frieden offiziell anerkannte. Im Spannungsfeld zwischen diesem politischen Konflikt und dem familiären Königsdrama um den spanischen Kronprinzen Don Karlos und seinem Vater König Philipp II. siedelt Friedrich Schiller sein „Familiengemälde in einem fürstlichen Hause“ an. Davon ausgehend schuf Giuseppe Verdi seine vielleicht düsterste Oper, in der die Unvereinbarkeit von Politik und privatem Glück demonstriert wird.

Durch die Liebe zur selben Frau sind Vater und Sohn zu unerbittlichen Rivalen geworden. Eigentlich hätte die Ehe zwischen Elisabeth von Valois und Philipp II. endlich den langersehnten Frieden besiegeln sollen, doch die französische Prinzessin und der spanische Infant Don Carlo haben sich heimlich ineinander verliebt. Ausgeliefert dem Machtkampf zwischen Krone und Kirche überlebt in diesem Gesellschaftspanorama nur, wer das Spiel mit der Macht beherrscht oder sich kompromisslos der Staatsräson beugt. Menschlichkeit und persönliche Freiheit finden darin keinen Raum.

WeiterlesenVerdi brachte seine Oper zunächst als spektakuläre fünfaktige Grand Opéra 1867 in Paris heraus, inklusive einer umfänglichen Balletteinlage. Doch diese wurde für zu lang befunden und Verdi erstellte daraufhin eine vieraktige italienische Fassung mit weniger Pomp, dafür aber einer größeren Konzentration auf die Psychologie der Figuren. Diese wird auch in Osnabrück zu erleben sein.

Besetzung


Musikalische Leitung: Andreas Hotz
Inszenierung: Sam Brown
Bühne: Bengt Gomér
Kostüme: Sarah Mittenbühler