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TERROR

Ferdinand von Schirach

Darf man 164 Menschen opfern, um 70.000 Menschen das Leben zu retten? Über diese Frage muss der Kampfpilot Lars Koch in nur wenigen Minuten entscheiden, als er vor die Wahl gestellt wird, einen von Terroristen gekaperten Linienflug abzuschießen oder ihn in ein ausverkauftes Fußballstadium stürzen zu lassen. Er beschließt, den Tod weniger zur Rettung vieler in Kauf zu nehmen und zerstört das Flugzeug. Jetzt steht Lars Koch wegen mehrfachen Mordes vor Gericht. Ob er verurteilt oder freigesprochen wird, bestimmen Sie, das Publikum. Denn nachdem Verteidiger und Staatsanwalt ihre Argumente vorgestellt haben und sowohl der Angeklagte als auch Kollegen und Angehörige der Opfer zu Wort gekommen sind, sind Sie selbst aufgefordert, sich ein Urteil zu bilden.


Das Stück von Ferdinand von Schirach, 1964 in München geborener Strafverteidiger und Schriftsteller, stellt die Zuschauer, stellvertretend für die Gesellschaft, vor eine schwierige ethische Entscheidung. Um ein Urteil fällen zu können, müssen wir uns ganz persönlich mit den Fragen nach Sicherheit, Freiheit und Verantwortung beschäftigen, die der „Krieg gegen den Terror“ seit Jahren aufwirft. Ein brandaktueller Text, der nach seiner Uraufführung im Oktober 2015 am Deutschen Theater Berlin schon mehr als zwanzig Mal nachinszeniert wurde und damit zu den meistgespielten zeitgenössischen Theaterstücken gehört.


Der junge Regisseur Ron Zimmering (geboren 1984 in Dresden) stellte sich beim 6. Spieltriebe Festival mit der Inszenierung DER FINSTERE PLAN DER VINTILA RADULEZCU vor, die danach auch in den regulären Spielplan des emma-theaters übernommen wurde.


Auf folgender Seite können Sie die Abstimmungsergebnisse aller Theater sehen, an denen TERROR gespielt wird: http://terror.theater/


Fotos: Uwe Lewandowski 


Die Vorstellung dauert ca. 1 Stunde, 45 Minuten – keine Pause.


 

TERMINE & KARTEN

08.11.2017

Mi. | 19:30 Uhr

19.11.2017

So. | 19:30 Uhr

01.12.2017

Fr. | 19:30 Uhr

09.01.2018

Di. | 19:30 Uhr

12.01.2018

Fr. | 19:30 Uhr

13.01.2018

Sa. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Inszenierung Ron Zimmering
Bühne, Kostüme Lisa Kruse
Dramaturgie Sven Kleine

Vorsitzender Matthias Unruh
Major Koch, Angeklagte*r Elaine Cameron/Janosch Schulte
Biegler, Verteidiger*in Christina Dom/Thomas Kienast
Nelson, Staatsanwalt/-anwältin Christina Dom/Thomas Kienast
Christian Lauterbach Niklas Bruhn
Frau/Herr Meiser, Nebenkläger*in Elaine Cameron/Janosch Schulte 

Statisterie

PRESSESTIMMEN

„Jubel und Beifallsgetrampel eines sichtlich schwer beeindruckten Premierenpublikums: Ein starker Theaterabend in der Regie Ron Zimmerings hatte am Sonntag mit Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama TERROR im emma-theater der Städtischen Bühnen Osnabrück Premiere. Sechs Schauspieler brachten so eindringlich und überzeugend das komplexe Für und Wider um den Fall eines Passagierflugzeuges vor, das von einem Terroristen auf ein voll besetztes Münchner Fußballstadion zugesteuert wurde, dass den Premierenzuschauern am Ende die Entscheidung sichtlich schwerfiel.“ Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung, 14.5.2017

„Der junge Regisseur Ron Zimmering hat TERROR mit einem hochmotivierten Team feinnervig inszeniert, geradezu verdichtet wie eine griechische Tragödie. […] Mit klarer Sprache und viel Gefühl tauschen Niklas Bruhn, Janosch Schulte (die jungen, zarten ‚Wilden‘ sind immer wieder ein Erlebnis), Christina Dom, Thomas Kienast (beide lieben die Bühne, und die Bühne liebt sie) und die hochtalentierte Elaine Cameron Perspektiven. Schauspielerisch ist dieser Abend eine Wucht, selbst die Statisten sind gebannt dabei. Klaus Fischer steht weise über der Zeit, ist als Vorsitzender des Gerichts fast ein neuzeitlicher Moses, der zehn Gebote, Verfassung und Stimmungslage in Worte meißelt.“ Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 21.5.2017

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