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DOKTOR FAUST

Ferruccio Busoni

Dichtung für Musik in zwei Vorspielen, einem Hauptspiel und drei Hauptbildern von Ferruccio Busoni

Es war bestimmt kein Zufall, dass sich der 1866 in Italien geborene italienisch-deutsche Musiker Ferruccio Busoni Ende des Jahres 1914 für die Komposition einer FAUST-Oper entschied, während sich die Welt zu einem grausamen Krieg rüstete.


Busonis Hauptwerk speist sich weit mehr aus mittelalterlichen Quellen wie der des Puppenspiels oder der Tragödie des Elisabethaners Christopher Marlowe als denn aus Goethes Dichtung. Fausts Streben nach allumfassender Unendlichkeit erfährt nach dem dämonischen Pakt mit Mephistopheles zumindest eine Zeit lang Befriedigung. Im Tausch gegen seine Seele lässt ihn Mephistopheles’ höllische Magie in jene Räume vordringen, die menschlichem Wissen und Vermögen verschlossen sind. Doch am Ende seines viel zu schnell vergangenen Lebens zeigt sich Faust, wie teuer er den zweifelhaften Ruhm und seine flüchtige Attraktivität erkaufte. Durch ihn zerstörte Lebensentwürfe und ein totes Kind werden seine einzigen Hinterlassenschaften sein.


Als Busoni 1924 starb, hinterließ er eine fast vollendete Partitur, doch zwei entscheidende Szenen, darunter das Schlussbild, blieben unausgearbeitet. Mit Ergänzungen durch Busonis Schüler Philipp Jarnach kam der DOKTOR FAUST 1925 in Dresden zur Uraufführung und erlebte innerhalb weniger Jahre an die 20 Neuinszenierungen. In den 1950er Jahren entdeckte man das Werk wieder, und schließlich gelang dem Briten Antony Beaumont 1984 auf der Grundlage zweier von Jarnach unbeachteter Skizzen Busonis eine überzeugende Ergänzung des Fragments.


Zum Abschluss der Spielzeit beschäftigt sich Generalmusikdirektor Andreas Hotz gemeinsam mit der in Osnabrück unter anderem durch DIE LUSTIGE WITWE bereits bekannten Regisseurin Andrea Schwalbach mit einem der großartigsten und vielschichtigen Werke des beginnenden 20. Jahrhunderts.

TERMINE & KARTEN

16.06.2018

Sa. | 19:30 Uhr

19.06.2018

Di. | 19:30 Uhr

27.06.2018

Mi. | 19:30 Uhr

29.06.2018

Fr. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Andrea Schwalbach
Bühne Anne Neuser
Kostüme Stephan von Wedel
Choreinstudierung Markus Lafleur
Dramaturgie Ulrike Schumann

Doktor Faust Rhys Jenkins
Mephistopheles / Nachtwächter Jürgen Müller
Wagner / Theologe  José Gallisa
Herzog von Parma / Megäros, eine Geisterstimme  Mark Hamman
Die Herzogin von Parma  Lina Liu
Der Zeremonienmeister / Jurist  Genadijus Bergorulko
Soldat / Naturgelehrter / Asmodus, eine Geisterstimme Jan Friedrich Eggers
Ein Leutnant Hans-Herrmann Ehrich
Der Schüchterne / 3. Wittenberger Student Ulrich Enbergs
Gravis, eine Geisterstimme Marcin Tlałka
Levis, eine Geisterstimme Kyodong Kum
Beezlebuth, eine Geisterstimme / 1. Wittenberger Student Daniel Wagner
Drei Studenten aus Krakau Jong-Bae Bu, Ji-Seong Yoo, Kyodong Kum
2. Wittenberger Student Jong-Bae Bu / Silvio Heil
4. Wittenberger Student Ji-Seong Yoo
5. Wittenberger Student Tomas Vaitkus
Ein Student Mario Lee / Dongil Lim
Stimme von oben, 1. Sopran-Solo Radoslava Yordanova
Stimme von oben, 2. Sopran-Solo Elena Soares da Cruz
Stimme von oben, Mezzo-Solo Kathrin Brauer

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