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Die Preview möchte Ein- und Ausblicke in und auf eine spannende Theaterarbeit bieten. Ausschnitte werden von den Darstellern zur Anschauung gebracht, es finden Gespräche mit den Beteiligten statt. Darüber hinaus stehen der Regisseur, die Dramaturgen und alle Spieler dem Publikum Rede und Antwort.


Zum Stück:
Seit Anfang Februar trifft sich eine Gruppe von Menschen mit Fluchterfahrung, um ein außergewöhnliches Theaterprojekt zu verwirklichen: Biographisches der aus Syrien, Afghanistan und dem Irak Geflüchteten mit der (nach einer wahren Begebenheit erzählten) Geschichte des “Hauptmann von Köpenick” zu verbinden. Der Schuster Friedrich Wilhelm Voigt hatte sich 1906 beim Trödler eine Offiziersuniform besorgt, einen Trupp Soldaten unter sein Kommando gebracht und damit das Köpenicker Rathaus besetzt, um sich mit Ausweispapieren zu versorgen. Mit diesem Akt der Selbstermächtigung wollte er endlich den Teufelskreislauf durchbrechen, in dem die Behörden ihm seine Existenzgrundlage verwehrten: Keine Arbeit – kein Pass. Kein Pass – keine Arbeit.


Den Geflüchteten fiel die Entscheidung für diese Geschichte nicht schwer. Nicht nur wegen der humoristischen Elemente, also der Möglichkeit, auch über Problematisches und Schwerwiegendes mit einem Lächeln auf den Lippen oder ‚tongue-in-cheek‘ zu erzählen. Sondern vor allem auch wegen des Identifikationswertes dieser ‚Köpenickiade’. Bei allen weckt es Erinnerungen an Erlebnisse mit Bürokratismus, Obrigkeitsdenken und Machtmissbrauch durch Uniformierte – sei es in der Heimat, sei es auf dem langen Weg der Flucht oder im Exil.

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